14:50 23 September 2017
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    Pakistan droht USA mit Verlust der Verbündetenbeziehungen

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    Die USA können laut der pakistanischen Außenministerin Hina Rabbani Khar Pakistan als ihren Verbündeten verlieren, wenn Washington nicht aufhört, die Aktionen von Islamabad gegen die Extremistengruppen öffentlich zu kritisieren

    Die USA können laut der pakistanischen Außenministerin Hina Rabbani Khar Pakistan als ihren Verbündeten verlieren, wenn Washington nicht aufhört, die Aktionen von Islamabad gegen die Extremistengruppen öffentlich zu kritisieren.

    “Sie werden Ihren Verbündeten verlieren. Sie können sich nicht die Freiheit nehmen, Pakistan abzuschieben und Sie können sich nicht erlauben, das pakistanische Volk abzustoßen. Beschließen die USA, das zu tun, werden sie das teuer bezahlen müssen“, zitieren pakistanische Fernsehsender die Außenamtschefin.

    Die Erklärung von Hina Rabbani Khar folgte einer Mitteilung des US-Generalstabschefs Mike Mullen vom Mittwoch, dass der pakistanische Geheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) nach amerikanischen Angaben Beziehungen zu dem Hakkani-Terrornetzwerk pflegt, das die USA für die jüngsten Anschläge in Kabul verantwortlich machen.

    Washington wirft Islamabad unter anderem vor, die Extremistengruppen nicht aktiv genug zu bekämpfen. Das seien in erster Linie die Extremistengruppe Hakkani, die an der Grenze zu Afghanistan aktiv ist, die Abteilungen des Terror-Netzwerks Al-Qaida und die Terrorgruppe Laschkar e-Taiba, die hinter mehreren Anschlägen in der Region steht.

    Zu einer starken Abkühlung der gegenseitigen  Beziehungen zwischen Washington und Islamabad kam es nach der Tötung von Bin Laden Ende Mai im pakistanischen Abbotabad durch ein US-Spezialkommando. Die pakistanische Seite wurde über den geplanten Einsatz nicht benachrichtigt und empfand dies als eine grobe Verletzung der alliierten Verpflichtungen und der Souveränität Pakistans.

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