04:26 25 September 2017
SNA Radio
    Politik

    Moskau erwartet keine Krise, ist aber darauf gefasst – Vizepremier Schuwalow

    Politik
    Zum Kurzlink
    Zollunion von Russland, Weißrussland und Kasachstan (143)
    0 0 11

    Die Regierung Russlands erwartet laut Igor Schuwalow, Erster Vizepremier der Regierung Russlands, keine neue Wirtschaftskrise, ist aber darauf gefasst. Das teilte er am Freitag Journalisten in Alma-Ata mit.

    Die Regierung Russlands erwartet  laut Igor Schuwalow, Erster Vizepremier der Regierung Russlands, keine neue Wirtschaftskrise, ist aber darauf gefasst. Das teilte er am Freitag Journalisten in Alma-Ata mit.

    Zu den für den Fall einer neuen Krise konzipierten Maßnahmen gehören Schritte zur Unterstützung des Finanzsystems und zur Gewährleistung er Stabilität an den Finanzmärkten bis hin zu Fragen konkreter Subventionen und der Unterstützung von Unternehmen in einzelnen Branchen.

    „Sollte, Gott behüte, zu etwas dieser Art kommen, so haben wir alle organisatorischen Mechanismen parat, die Antikrisenkommission wurde auch nicht aufgelöst“, sagte er. „Wir werden zusammenkommen und den bereits vorbereiteten Plan in Angriff nehmen.“

    Im Falle einer Krise würden alle Mitgliedsstaaten der Zollunion und des Einheitlichen Wirtschaftsraums einander unterstützen, sagte er.

    Wie Schuwalow weiter ausführte, ist derzeit keine Aufnahme neuer Länder in die Zollunion geplant. „Solche Szenarien erörtern wir derzeit nicht“, sagte er. Nach seinen Worten haben Kasachstan, Russland und Weißrussland die Zollunion und die Hauptdokumente des Einheitlichen Wirtschaftsraums innerhalb kurzer Zeit verfasst. „Man muss diesen Instituten etwas Reifezeit bieten“, meinte er. „Die jetzigen Mitgliedsländer der Zollunion müssen ein einheitliches großes Basisabkommen nach dem Muster des Einheitlichen Wirtschaftsraums vorbereiten.“ Dies würde einige Jahre in Anspruch nehmen.

    Auf einen eventuellen Beitritt der Ukraine zur Zollunion eingehend, sagte Schuwalow, die drei Mitgliedsländer haben bereits mehrmals erklärt, sie würden diesen Schritt Kiews begrüßen. „Sollte aber die Ukraine morgen ihren Wunsch zum Beitritt bekunden, bedeutet das nicht, dass dies morgen auch geschehen könnte.“

    Laut Schuwalow gibt es nach dem heutigen Stand nur einen formellen Beitrittsantrag zur Zollunion, der von Kirgistan gestellt wurde.

    Themen:
    Zollunion von Russland, Weißrussland und Kasachstan (143)