10:20 30 September 2016
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    Medwedew und Putin teilen sich Macht in Russland bis 2036 - Experte

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    Putin tritt bei Präsidentschaftswahlen 2012 an (144)
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    Der russische Premier Wladimir Putin, der 2012 für eine weitere Amtszeit als Präsident kandidieren will, kann laut dem Politologen Wjatscheslaw Nikonow danach wiedergewählt werden. Im Jahr 2024 könnte dann erneut Dmitri Medwedew das Ruder übernehmen.

    Der russische Premier Wladimir Putin, der 2012 für eine weitere Amtszeit als Präsident kandidieren will, kann laut dem Politologen Wjatscheslaw Nikonow danach wiedergewählt werden. Im Jahr 2024 könnte dann erneut Dmitri Medwedew das Ruder übernehmen.

    „Allem Anschein nach sind wir Zeugen einer langfristigen Lösung der politischen Situation (in Russland) geworden. Jetzt kennen wir die Konfiguration der russischen Macht für einen recht langen Zeitraum. Es ist offensichtlich, dass Putin in dieser Situation die Möglichkeit bekommt, für die nächsten zwölf Jahre in Russland die Staatsführung zu übernehmen – falls im Land nichts Außergewöhnliches geschieht“, sagte Nikonow am Samstag zu den am Parteitag von Geeintes Russland anwesenden Journalisten.

    „Ich schließe nicht aus, dass ihn danach Medwedew ablöst. Das bedeutet, dass wir möglicherweise bereits die russische Machtkonfiguration bis zum Jahr 2036 kennen“, fügte der Politologe hinzu.

    Das von Putin auf dem Parteitag vorgestellte Programm der Kreml-Partei nannte Nikonow „ausnehmend praktisch“.

    „Es wurden ehrgeizige Pläne genannt, die in Wirklichkeit gar nicht so ehrgeizig sind – etwa der Einzug in die fünf größten Wirtschaften der Welt. Ich denke, Russland ist dem gewachsen, wenn es sich mit dem von Putin genannten Tempo von sieben Prozent entwickelt. Ich denke, wir können bis 2020 die fünftgrößte Wirtschaft der Welt und die größte in Europa werden“, so Nikonow.

    Die bevorstehenden Präsidentenwahlen werden dem Experten zufolge keine nennenswerten Überraschungen bringen – außer, dass unter den Kandidaten möglicherweise neue Gesichter zu sehen werden, wie etwa Michail Prochorow.
    Außerdem könne es zu „Versuchen unkonstitutioneller Handlungen“ vonseiten sogenannter „oranger Kräfte“ kommen. Diese werden laut dem Politologen jedoch im Sand verlaufen.

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