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    Putin: Trotz „emotionalem Ausfall“ bleibt Ex-Finanzminister Kudrin im Team

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    Trotz einem „emotionalen Ausfall“ bleibt der ehemalige Finanzminister Russlands, Alexej Kudrin, laut Premier Wladimir Putin „im Team“.

    Trotz einem „emotionalen Ausfall“ bleibt der ehemalige Finanzminister Russlands, Alexej Kudrin, laut Premier Wladimir Putin „im Team“.

    Das sei die Meinung sowohl des Präsidenten als auch des Premiers, betonte Putin am Donnerstag auf einem Investitionsforum in Moskau.

    Am 26. September entließ der russische Präsident Dmitri Medwedew Alexej Kudrin vom Posten des Finanzministers, den Kudrin elf Jahre lang bekleidet hatte. Der Anlass dafür waren eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten Kudrins in Bezug auf Medwedews Wirtschaftspolitik, in erster Linie in Bezug auf die Militärausgaben.

    „Dieser Beschluss (über die Entlassung) wurde vom Präsidenten auf Grund einer Reihe unkorrekter Äußerungen von Alexej Leonidowitsch (Kudrin) getroffen, dass seine Position nicht mit der des Präsidenten übereinstimmt. Was soll ich dazu noch sagen? Wollen Sie, dass ich das kommentiere? Meines Erachtens wäre es meinerseits nicht korrekt, das zu kommentieren“, sagte Putin auf die Frage eines Forumsteilnehmers.

    Putin bestätigte, dass er mit Kudrin darüber gesprochen habe. „Ich möchte Ihnen sagen, und dies ist meine Meinung und die Meinung von Präsident Medwedew: Trotz einem Ausfall emotionalen Charakters bleibt Alexej Leonidowitsch dennoch in unserem Team, und wir werden mit ihm zusammen arbeiten, ich hoffe auch, dass auch er mit uns arbeiten wird, er ist ein nützlicher Mensch, den wir brauchen“, sagte Putin.

    Das ist die erste Aussage des Premiers zu Kudrins Entlassung. Wladimir Putin sagte am heutigen Donnerstag vor den Forumsteilnehmern, dass Kudrin einer der besten Profis nicht nur in Russland, sondern auch in der Welt sei. „Er ist unser und mein persönlicher, sehr guter Freund, mit dem ich im Laufe von vielen Jahren, seit Anfang der 1990er, sehr gute, enge Beziehungen unterhalte.“

    In einem Interview am 25. September hatte Kudrin vor US-Journalisten geäußert, er wolle sein Amt unter Dmitri Medwedew als neuem Ministerpräsidenten nach der Präsidentenwahl von 2012 nicht weiter ausüben. Er habe „eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten mit Medwedew zur Wirtschaftspolitik, in erster Linie was die wesentlichen Ausgaben für militärische Zwecke anbelangt“.

    Einen Tag darauf unterzeichnete Medwedew auf Vorschlag des Premiers einen Erlass über Kudrins Entlassung vom Posten des Vizepremiers und des Finanzministers. Wenn ein Kabinettsmitglied den Kurs des Präsidenten nicht teilt, muss es zurücktreten, begründete Medwedew seinen Beschluss. Kudrin hatte das Finanzministerium elf Jahre lang geleitet.

    Am 24. September hatte Präsident Medwedew beim Kongress der Partei Geeintes Russland seine Zustimmung gegeben, persönlich die Parteiliste bei den Staatsduma-Wahlen im Dezember anzuführen. Nachdem Medwedew Premier Wladimir Putin als Präsidentschaftskandidaten vorgeschlagen hatte, betonte dieser im Gegenzug, er könne sich Medwedew als nächsten Regierungschef vorstellen.

     „Am 24. September wurde die langfristige Machtstruktur in unserem Land entschieden, auch ich habe mich entschieden und meine Position erläutert“, sagte Alexej Kudrin einige Tage darauf.

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