20:35 18 November 2017
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    Minister: Transit von russischem Gas nach Europa via Ukraine nicht gefährdet

    © RIA Novosti. Alexandr Mazurkevich
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    Gasstreit mit Russland: Ukraine bemüht sich um Preisrevision (165)
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    Der Transit von russischem Gas via Ukraine nach Europa sowie die Gasversorgung der Ukraine selbst sind nach Ansicht von Russlands Energieminister Sergej Schmatko nicht gefährdet.

    Der Transit von russischem Gas via Ukraine nach Europa sowie die Gasversorgung der Ukraine selbst sind nach Ansicht von Russlands Energieminister Sergej Schmatko nicht gefährdet.

    "Diese Sicherheit resultiert aus den gültigen Verträgen, die für die ukrainische Seite eine legitime Basis für die Durchleitung von Erdgas nach Europa sind… Alle strittigen Fragen werden bei Verhandlungen gelöst", sagte Schmatko am Mittwoch vor der Presse in Moskau. "Russische Gaslieferungen sind für beide Seiten vorteilhaft, denn die Ukraine ist für Russland ein großer Markt und russisches Gas wird im Vergleich zu Lieferungen vom Weltmarkt in nächster Zeit für die Ukraine attraktiver sein." Es gebe alle Voraussetzungen dafür, ausgehend von gegenseitigem Interesse Kompromisse herbeizuführen, sagte Schmatko.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Am Vortag hatte der ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow erklärt, Kiew rechne damit, in den nächsten zehn bis 15 Tagen einen Kompromiss mit Russland zu den Gaspreisen zu erzielen. Der Vorstandschef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, teilte mit, dass mit den ersten Resultaten nicht vor November zu rechnen ist. Die Ukraine versucht, Russland davon zu überzeugen, dass der gültige Gaspreis ungerecht ist, und besteht auf seiner Senkung.

    Gazprom und der ukrainische Versorger Naftogaz hatten am 19. Januar 2009 zwei Verträge unterzeichnet: Über die Gasversorgung der Ukraine und über den Gastransit via Ukraine nach Europa. Die beiden Dokumente erlöschen 2019. Für die Ukraine gilt ein Rabatt von 30 Prozent vom Vertragspreis, aber nicht mehr als 100 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter. Der Rabatt wurde parallel mit einer Verlängerung der Präsenz der russischen Schwarzmeerflotte auf der ukrainischen Halbinsel Krim um weitere 25 Jahre bis 2042 vereinbart.

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