23:19 23 November 2017
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    Keine Haft für George Bush: Kanada lehnt Forderung von Amnesty International ab

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    Als „zu tendenziös“ hat der kanadische Einwanderungsminister Jason Kenney die Forderung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnet, den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush festzunehmen.

    Als „zu tendenziös“ hat der kanadische Einwanderungsminister Jason Kenney die Forderung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnet, den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush festzunehmen.

    Wenn George Bush jun. am 20. Oktober das Nachbarland besucht, sollte er zu der Folterung von Gefangenen verhört werden, hatten die Menschenrechtler verlangt. Sie werfen Bush vor, in den Jahren 2002 bis 2009 unmenschliche Foltermethoden sowie das Verschwindenlassen von Gefangenen durch den US-Auslandsgeheimdienst CIA genehmigt zu haben.

    Die kanadische Regierung deutete jedoch an, dass die Initiative kaum Chancen auf Erfolg habe. Amnesty International gehe übermäßig tendenziös vor und suche jene Fälle aus, die möglichst starken Widerhall finden könnten, sagte laut Reuters Einwanderungsminister Kenney.

    Bush hatte sich vor rund einem Jahr in einem Zeitungsinterview die Anwendung von Folter gegen Terrorverdächtige gerechtfertigt. Mithilfe der so abgepressten Angaben hätten US-Geheimdienste seinerzeit mehrere Terroranschläge vereiteln können. Insbesondere das so genannte Waterboarding (simuliertes Ertränken) habe eine große Menge an Informationen gebracht, sagte Bush jun. in einem Interview der Londoner Zeitung „The Times“.