14:56 21 November 2017
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    Minsk weist Litauens Proteste gegen AKW-Bau zurück

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    Die Proteste Litauens gegen den Bau eines AKW nahe der weißrussisch-litauischen Grenze hängen laut dem stellvertretenden Energieminister Weißrusslands, Michail Michadjuk, weniger mit der Angst vor den Risiken der Kernenergie zusammen als mit der Unzufriedenheit Litauens mit der Umsetzung der eigenen Atompläne.

    Die Proteste Litauens gegen den Bau eines AKW nahe der weißrussisch-litauischen Grenze hängen laut dem stellvertretenden Energieminister Weißrusslands, Michail Michadjuk, weniger mit der Angst vor den Risiken der Kernenergie zusammen als mit der Unzufriedenheit Litauens mit der Umsetzung der eigenen Atompläne.

    „Litauen sollte nach einem Geschäftspartner suchen, um sein Projekt zum AKW-Bau zu verwirklichen. Denn das künftige weißrussische Atomkraftwerk wird weltweit die höchste Sicherheit haben“, äußerte Michadjuk am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Litauen äußere „unkorrekte Ansprüche“, fügte der Vizeminister an.

    Weißrussland lasse sich beim Bau des ersten eigenen Atomkraftwerkes von der wirtschaftlichen Zweckmäßigkeit leiten, hieß es: Die in einem AKW erzeugte Elektroenergie koste wesentlich weniger als die aus anderen Energieträgern gewonnene. 96 Prozent der Energiewirtschaft des Landes hängen Michadjuk zufolge vom Erdgas ab, wobei das Erdgas immer teurer und somit für die weißrussische Wirtschaft weniger effizient werde.

    Weißrussland und Russland sollen Anfang 2012 den Generalvertrag für den Bau des weißrussischen Atomkraftwerkes unterzeichnen.

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