04:38 23 November 2017
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    Moskau: Begünstigung Pristinas durch den Westen behindert Kosovo-Regelung

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    Kosovo-Status (440)
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    Die Unterstützung der Ambitionen der Kosovo-Albaner durch den Westen wirkt sich laut dem russischen Außenministerium negativ auf den Dialog zwischen Belgrad und Pristina aus.

    Die Unterstützung der Ambitionen der Kosovo-Albaner durch den Westen wirkt sich laut dem russischen Außenministerium negativ auf den Dialog zwischen Belgrad und Pristina aus.

    „Wir sind der Meinung, dass die Begünstigung der übermäßigen Ambitionen der Kosovo-Albaner, das Abweichen der internationalen Missionen von der ihrem Status gemäßen Neutralität und das Setzen auf eine gewaltsame Lösung unausweichlich negative Folgen für die Kosovo-Regelung haben und den aufzunehmenden Dialog zwischen Belgrad und Pristina beeinträchtigen“, sagte der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, am Donnerstag in Moskau.

    Der jüngste Gewaltausbruch im Kosovo habe die angespannte Situation auf dem Westbalkan insgesamt verschärft, so Lukaschewitsch. „Wir rechnen damit, dass aus dem Geschehenen entsprechende Schlüsse gezogen werden, damit eine weitere Verschärfung der Lage verhindert werden kann. Wir gehen davon aus, dass Belgrad und Brüssel bei ihren Kontakten die optimalen Parameter für die weiteren Verhandlungen zwischen der serbischen Seite und den kosovo-albanischen Vertretern finden können“, sagte der Diplomat.

    Die Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina waren Ende September abgebrochen worden, nachdem die Kosovo-Albaner ihre Zollbeamten und Polizisten an der Verwaltungsgrenze zu Serbien eingesetzt hatten. Der Einsatz führte zu einer Zuspitzung der Situation im Nordkosovo. Die für den 27. und 28. September angesetzte siebente Runde des Dialogs wurde im letzten Moment wegen Zusammenstößen zwischen den Kfor-Kräften und Kosovo-Serben verschoben, die gegen das Handeln von Pristina protestierten. Die vorherige Gesprächsrunde hatte am 2. September stattgefunden.

    Der Dialog zwischen Belgrad und Pristina war im März dieses Jahres unter Vermittlung der Europäischen Union aufgenommen worden - mit dem Ziel, die Alltagsprobleme der betroffenen Bürger aus der Welt zu schaffen und eine Annäherung der Region an die EU zu fördern.

    Belgrad erachtet es nun als sinnlos, den Dialog über technische Angelegenheiten wieder aufzunehmen, ohne die Situation an den Grenzübergängen Jarinje und Brnjak an der Verwaltungsgrenze geregelt zu haben, wo seit Mitte September trotz Protesten aus Belgrad kosovo-albanische Zöllner und Grenzer eingesetzt sind. Pristina lehnt es jedoch ab, die Situation, die es als „innere Angelegenheit des Kosovo“ bezeichnet,  zu erörtern.

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