04:50 24 November 2017
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    Kiew für Freihandelszone mit GUS-Ländern

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    Der ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow soll am 18. Oktober in Sankt Petersburg einen Vertrag über die Freihandelszone mit GUS-Ländern signieren, teilte der erste Stellvertreter des Wirtschaftsministers der Ukraine, Valeri Muntijan, auf einer Konferenz in Kiew mit.

    Der ukrainische Regierungschef Nikolai Asarow soll am 18. Oktober in Sankt Petersburg einen Vertrag über die Freihandelszone mit GUS-Ländern signieren, teilte der erste Stellvertreter des Wirtschaftsministers der Ukraine, Valeri Muntijan, auf einer Konferenz in Kiew mit.

    „Die Regierung der Ukraine beschloss, an Fragen (der Integration) unter dem Gesichtspunkt des wirtschaftlichen Pragmatismus heranzugehen. Wir beschlossen, dass die Ukraine heute einen neuen Vertrag über die Freihandelszone unmittelbar mit den Ländern der GUS braucht“, sagte Muntijan am Freitag in der Konferenz „Zollunion oder Freihandelszone mit der EU?“.

    Nach seinen Worten soll dieser Vertrag eine effektive Zusammenarbeit mit den Länden der Zollunion (Russland, Weißrussland und Kasachstan) fördern, was für die Wirtschaft der Ukraine sehr wichtig sei. Die Ukraine kann es sich nicht leisten, den Markt der Europäischen Union und umso mehr den (für die Ukraine noch größeren) Markt der GUS-Länder zu verlieren, betonte Valeri Muntijan.

    Laut einer von dem Experten zitierten Studie würde der Beitritt Kiews zur Zollunion positive Folgen für die Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft haben, während die Schaffung einer Freihandelszone mit der EU mit einem wesentlichen Risiko verbunden sei.

    Am 18. und 19. Oktober sollen in Sankt Petersburg Sitzungen des Rats der Regierungschefs der GUS-Länder, des Regierungsrates der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft und des Höchsten Organs der Zollunion auf der Ebene der Regierungschefs stattfinden.