01:04 25 November 2017
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    Palästina fordert mehr Aktivität von Nahost-Quartett im Konflikt mit Israel

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    Die Palästinensische Autonomiebehörde (PNA) ist Medienberichten zufolge enttäuscht mit der Position des Nahost-Quartetts gegenüber den neuen Bauplänen Israels, das weitere 1700 Häuser auf dem besetztem Gebiet zwischen Jerusalem und Betlehem bauen will.

    Die Palästinensische Autonomiebehörde (PNA) ist Medienberichten zufolge enttäuscht mit der Position des Nahost-Quartetts gegenüber den neuen Bauplänen Israels, das weitere 1700 Häuser auf dem besetztem Gebiet zwischen Jerusalem und Betlehem bauen will. 

    „Wir kommen zu der Schlussfolgerung, dass die Organisierung eines Treffens zwischen der palästinensischen und der israelischen Seite das maximale Ziel des Quartetts ist und nicht der Beginn eines ernsthaften Prozesses, der zum Frieden in der Region führt“, sagte der Sekretär des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Yasser Abed Rabbu, dem Radiosender „Stimme Palästinas“ am Sonntag.

    Das Quartett reduziere seine Forderungen immer weiter. „Der Friedensprozess soll angeblich begonnen haben, was die Wiederaufnahme eines essentiellen Prozesses negativ beeinflusst“.
    Die Vertreter der USA, Russlands, der EU und der Vereinten Nationen werden am 25. Oktober in Jerusalem zusammenkommen und besprechen, wie beide Konfliktseiten wieder an den Verhandlungstisch gebracht werden können.

    Rabbu kritisierte außerdem die Äußerung des israelischen Vizeaußenministers, dass Israel seine Siedlungspolitik auch künftig in allen Teilen Jerusalems fortsetzen werde. „Israel will selbst entscheiden, wie die Karte des künftigen Palästina aussehen wird“.

    Palästina lehnt jegliche Verhandlungen mit Israel, solange es seine Siedlungspolitik auf den besetzten Gebieten nicht stoppt. Zuvor hatte auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon seine Besorgnis über die israelischen Bauarbeiten geäußert und beide Konfliktseiten aufgerufen, Provokationen zu vermeiden.