01:00 25 November 2017
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    Neue Proteste gegen AKW-Bau in Indien

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    Nach zwei Wochen Pause wollen die indischen Atomgegner neue Protestaktionen gegen die Inbetriebnahme des von Russland gebauten Kernkraftwerkes Kudankulam organisieren.

    Nach zwei Wochen Pause wollen die indischen Atomgegner neue Protestaktionen gegen die Inbetriebnahme des von Russland gebauten Kernkraftwerkes Kudankulam organisieren.

    „Wir planen einen unbefristeten Hungerstreik. Auch die Einwohner von anderen Gebieten – Thoothukudi und Kanyakumari - werden sich uns anschließen“, zitieren indische Medien einen Organisator der Protestbewegung am Dienstag. Die Proteste waren wegen der Kommunalwahlen im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu vorübergehend eingestellt worden.

    Zu den ersten Protesten gegen das AKW war es bereits im September gekommen. Laut dem indischen Premierminister Manmohan Singh würde sich der Verzicht auf das Atomprojekt negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung des Südens des Landes auswirken. Doch die Einwohner der Region halten die Kernenergie nach Worten eines Aktivisten für gefährlich. Sie fürchten unter anderem die Erwärmung des Meerwassers, weswegen der Fischbestand dort vollständig verschwinden könnte.

    Die indische Atombehörde NPCIL will nun eine Informationskampagne starten, um den Menschen zu erklären, dass das AKW sicher ist.

    Der russische Staatskonzern Atomstrojexport baut zwei Reaktoranlagen in Kudankulam. Der erste Mailer soll nach Worten des Chefs der russischen Atombehörde Rosatom noch bis Jahresende ans Netz gehen. Der zweite Reaktor wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2012 in Betrieb genommen. Die Gesamtkapazität des AKW ist mit 2000 Megawatt geplant.