06:51 25 November 2017
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    Putin muss seine Mission finden - „Nesawissimaja Gaseta“

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    Putin tritt bei Präsidentschaftswahlen 2012 an (144)
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    Eine mögliche Rückkehr Wladimir Putins auf den Präsidentenposten hat ein großes Echo im In- und Ausland ausgelöst, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gastea“ am Dienstag.

    Eine mögliche Rückkehr Wladimir Putins auf den Präsidentenposten hat ein großes Echo im In- und Ausland ausgelöst, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gastea“ am Dienstag.

    Wie Noch-Präsident Dmitri Medwedew vor kurzem betonte, müsse die aktuelle Situation berücksichtigt werden. Sein Rating als Präsident und das Rating Putins als Regierungschef seien zwar hoch genug, Putins Rating sei aber höher, betonte Medwedew. Falls niemandem ein Ziegel auf den Kopf fällt, wird Putin Anfang Mai 2012 für weitere sechs Jahre das Präsidentenamt bekleiden.

    Wozu kehrt er zurück? Die Motive der jetzigen Eliten sind wohl klar – sie wollen keine Veränderungen. Doch warum will Putin der Hauptverantwortliche für alles im Lande sein? Wenn auch die Wirtschaftssituation stabil sein wird, so gibt es einen psychologischen Faktor. Die Menschen sind es leid, immer die selben Personen an der Macht zu sehen, auch wenn sie erfolgreich sind. Sie brauchen Veränderungen, Fortschritt, neue Gesichter und Helden. Medwedew wäre wohl in der zweiten Amtszeit auch kaum als eine neue Person wahrgenommen worden. Alle haben sich an ihn gewöhnt.

    Der Sinn Putins Rückkehr dürfte in seiner Mission liegen. Sie müsste offenbar mit der Lösung eines fundamentalen Problems verbunden werden. Es soll sich um eine globale Herausforderung handeln. Ein solches Problem ist ohne Zweifel das Problem der Alkoholsucht in Russland.

    Der Alkoholverbrauch liegt in Russland bei rund 18 Litern Alkohol im Jahr. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bedeutet der Pro-Kopf-Verbrauch von acht Litern Ethanol im Jahr das Auslöschen der Nation. Expertenangaben zufolge hat das Alkoholproblem in Russland vorzeitige Tode (bis 750.000 Menschen) zur Folge. Nach Angaben des Innenministeriums werden im Rauschzustand rund 80 Prozent der Morde begangen. Russland hat die höchste Todesrate in Europa  – 18 Fälle auf 100.000 Personen.

    57 Prozent der Bevölkerung sind der Ansicht, dass die Alkohol- und Drogensucht die größte Bedrohung für Russland sei. Laut 47 Prozent der Russen ist die Alkohol- und Drogensucht unter den Jugendlichen das Hauptproblem.

    Wenn die Menschen von der Trunksucht befreit werden, bekommt ihr Leben wieder einen Sinn. Falls sich Putin dieser großen Aufgabe nicht stellt, werden in den kommenden Jahren Turbulenz, Müdigkeit, Unzufriedenheit und Unverständnis herrschen.

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