16:11 23 November 2017
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    Keine Einigung zwischen Serben und Kfor im Nordkosovo

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    Kosovo-Status (440)
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    Im Streit um die Grenzübergänge im Nordkosovo hat sich die serbische Minderheit am Mittwoch erneut geweigert, ihre Barrikaden zu räumen.

    Im Streit um die Grenzübergänge im Nordkosovo hat sich die serbische Minderheit am Mittwoch erneut geweigert, ihre Barrikaden zu räumen.

    Bevor die Barrikaden beseitigt würden, müssten die kosovarischen Zöllner und Polizisten die Grenzposten Jarinje und Brnjak verlassen, sagte ein Vertreter der Gemeinde Zvečan nach Angaben regionaler Medien.

    Die Lage in dem mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo hatte sich am 25. Juli zugespitzt, nachdem der kosovarische Ministerpräsident Hashim Thaci eine schwer bewaffnete Polizeieinheit an die Grenze zu Serbien geschickt hatte, um das kürzlich gegen das Nachbarland verhängte Handelsembargo durchzusetzen. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Kosovo-Serben und der Kosovo-Polizei waren damals Dutzende von Zivilisten verletzt worden.

    Als die albanischen Behörden am 16. September doch ihre Zollbeamten und Polizisten Jarinje und Brnjak einsetzten, sperren die Serben die wichtigsten Straßen ab. Mit ihren Blockaden aus Schotter, Baumstämmen und schweren Baugeräten will die serbische Minderheit verhindern, dass die albanisch dominierte Kosovo-Regierung die bisher serbisch kontrollierten Grenzübergänge Jarinje und Brnjak übernimmt und damit die einzige zollfreie Verbindung zu Serbien kappt.

    Die albanische Regierung des Kosovo hatte im Februar 2008 mit Rückendeckung der USA und führender EU-Staaten einseitig die Unabhängigkeit dieser südserbischen Provinz von Belgrad erklärt und wurde bislang von 76 der insgesamt 192 UN-Nationen anerkannt. Das, obwohl die Region formell - laut UN-Resolution 1244 - zu Serbien gehört.

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