06:52 25 November 2017
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    Hamas-Regierung will freigelassenen Palästinensern „würdiges Leben“ sichern

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    Gilad Shalit wieder frei (28)
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    Der Chef der Hamas-Regierung im Gazastreifen, Ismail Hanija, hat laut seinem Pressedienst beschlossen, jedem im Rahmen des Tauschdeals zwischen Israel und der Hamas-Bewegung freigelassenen Palästinenser je 2000 US-Dollar zu schenken.

    Der Chef der Hamas-Regierung im Gazastreifen, Ismail Hanija, hat laut seinem Pressedienst beschlossen, jedem im Rahmen des Tauschdeals zwischen Israel und der Hamas-Bewegung freigelassenen Palästinenser je 2000 US-Dollar zu schenken.

    „Wir werden danach streben, ihnen ein würdiges Leben zu sichern“, erklärte Hamija am späten Mittwochabend.

    Die erste Gruppe der auf der Austauschliste stehenden Palästinenser, insgesamt 477 Personen, ist am Dienstag an die palästinensische Seite übergeben worden. Die übrigen Häftlinge sollen in zwei Monaten aus israelischen Gefängnissen entlassen werden.

    Nach Angaben des Ministers für Angelegenheiten der palästinensischen Häftlinge, Abu al-Sabah, befinden sich gegenwärtig im Gazastreifen insgesamt 293 freigelassene Palästinenser.

    163 davon, die aus dem Westjordanland stammen, sollen etwa vier Wochen lang in Hotels wohnen und später in eigene Wohnungen umziehen. Sie sollen auch je einen PKW, sowie einen eigenen Fahrer und einen Leibwächter bekommen.

    Die Hamas-Regierung hat den Familienangehörigen der deportierten Palästinenser finanzielle und soziale Unterstützung versprochen. Die ehemaligen Häftlinge sollen auch Handys bekommen und kostenlos mit ihren Verwandten telefonieren können.

    Laut dem Abkommen vom 11. Oktober zwischen der israelischen Regierung und der Führung der radikal-islamische Bewegung Hamas sollen 1027 Palästinenser, darunter 27 Frauen, im Austausch gegen den israelischen Unteroffizier Gilat Shalit freigelassen werden.

    Shalit war am 25. Juni 2006 von palästinensischen Islamisten entführt worden. Diese hatten gefordert, im Austausch gegen den israelischen Bürger mehr als 1000 palästinensische Strafgefangene, darunter zu langen Haftstrafen verurteilte Extremistenchefs wie auch Frauen und Kinder, aus israelischen Gefängnissen zu entlassen.

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