05:19 21 November 2017
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    Libyen: Gaddafi offenbar gefasst (Überblick)

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    Libyen: Rebellen erklären Gaddafi für tot (91)
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    In Libyen haben die Rebellen-Truppen nach eigenen Angaben den gestürzten Machthaber Muammar al-Gaddafi verwundet und gefangen genommen.

    In Libyen haben die Rebellen-Truppen nach eigenen Angaben den gestürzten Machthaber Muammar al-Gaddafi verwundet und gefangen genommen.

    Gaddafi, der seit August auf der Flucht war, sei bei Gefechten in Sirte in Gefangenschaft geraten, meldete Xinhua unter Berufung auf einen Feldkommandeur der Rebellen-Truppen. Der Sprecher des libyschen Übergangsrats Abdel Majid teilte der Agentur Reuters mit, Gaddafi sei an beiden Beinen verletzt. „Er ist gefasst."

    Nach Angaben des Feldkommandeurs Momhemed Buras Ali Al-Maknee wurde der schwerverletzte Gaddafi mit einem Hubschrauber „in unbekannte Richtung“ geflogen. Ein weiterer Soldat erzählte, der Ex-Machthaber sei in einem Graben entdeckt worden und habe „Nicht schießen!“ geschrien. Nach anderen Angaben wurde der Ex-Herrscher festgenommen, als er mit einem Fahrzeug Sirte verlassen wollte.

    Das US-Außenministerium verfügt über keine Bestätigung für Gaddafis Festnahme. „Wir haben die Medienberichte gesehen, können sie aber vorerst nicht bestätigen“, sagte Amtssprecherin Beth Gosselin. 

    In Libyen waren im Februar Proteste gegen den langjährigen Herrscher Muammar al-Gaddafi ausgebrochen, die dann in einen Krieg zwischen den Aufständischen und den Regierungstruppen auswuchsen. Am 17. März eröffnete der UN-Sicherheitsrat mit der Resolution 1973 Tür und Tor für ein internationales Eingreifen, um die Zivilbevölkerung in Libyen zu schützen und Waffenimporte für Gaddafi unmöglich zu machen. Seitdem bombardiert die Nato vom Gaddafi-Regime kontrollierte Militäranlagen und Städte.

    Bis Ende August konnten die Rebellen fast das gesamte Land einschließlich der Hauptstadt Tripolis unter ihre Kontrolle bringen. Gaddafis Aufenthaltsort ist seitdem unbekannt. Der von den Rebellen gebildete Übergangsrat, der sich zur neuen Regierung ausrief und bereits von rund 60 Ländern anerkannt wurde, setzte 1,7 Millionen US-Dollar Kopfgeld auf den flüchtigen Machthaber aus.

    Nur in Sirte und Bani-Walid dauerten die Kämpfe weiter an. Erst am Dienstag konnten die Aufständischen Bani-Walid unter ihre Kontrolle bringen. Am heutigen Donnerstag meldeten sie die Einnahme von Sirte, Gaddafis Heimatstadt.

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