20:44 18 November 2017
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    Afghanistan will Grenzverlauf mit Nachbarstaaten präzisieren

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    Lage in Afghanistan (867)
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    Afghanistan will laut der Nachrichtenagentur Pazhwak die Grenzmarkierung mit seinen Nachbarstaaten Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan erneuern.

    Afghanistan will laut der Nachrichtenagentur Pazhwak die Grenzmarkierung mit seinen Nachbarstaaten Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan erneuern.

    Der Leiter der afghanischen Verwaltung für Geodäsie und Kartographie, Fazyl Ahmad Hedayat, erklärte am Mittwoch in Kabul, dass die Grenzen mit diesen Staaten sowie mit dem Iran und Pakistan in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht alle 20 Jahre revidiert werden müssen, weil die Staatsgrenze entlang von Flüssen verläuft, deren Flussbett sich mit der Zeit verändert.

    Als Beispiel nannte Hedayat den Amu-Darja, der die afghanische Grenze zu Tadschikistan, Usbekistan und Turkmenistan bildet. Er schlug vor, eine vierseitige Kommission zu bilden, die die Bedingungen für die Festlegung der Grenzen abstimmen soll.

    Die Grenzen zum Iran und zu Pakistan können „gegenwärtig aus einigen politischen Gründen nicht markiert werden“, sagte Hedayat, ohne diese Gründe zu nennen. Dem afghanischen Beamten zufolge haben sich der Iran und Pakistan bereits einen Teil afghanischer Gebiete, einschließlich an Grenzflüsse anliegender Territorien, angeeignet.

    Experten zufolge wird der Vorschlag Afghanistans kaum ein positives Echo bei seinen Nachbarstaaten finden. Sollte die afghanische Seite nachdrücklich fordern, den Grenzverlauf zu erneuern, so könnten der Iran und Pakistan unter anderem der afghanischen Seite damit drohen, dass Millionen afghanischer Flüchtlinge das Territorium dieser Länder verlassen müssen, was für Afghanistan eine humanitäre Katastrophe bedeuten würde.

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