04:19 23 November 2017
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    Al-Dschasira zeigt Bilder von Gaddafis vermeintlicher Festnahme

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    Libyen: Rebellen erklären Gaddafi für tot (91)
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    Der arabische Satellitensender Al-Dschasira hat Bilder ausgestrahlt, auf denen angeblich der libysche Ex-Herrscher Muammar al-Gaddafi während senier Festnahme zu sehen ist.

    Der arabische Satellitensender Al-Dschasira hat Bilder ausgestrahlt, auf denen angeblich der libysche Ex-Herrscher Muammar al-Gaddafi während senier Festnahme zu sehen ist.

     

    Die Handyaufnahmen zeigen einen Mann mit blutüberströmtem Gesicht, der zu einem Fahrzeug geschleppt wird.

     

     

     

     

     

     

     

     


    Die libyschen Rebellen hatten am Donnerstagnachmittag die Festnahme des seit Monaten flüchtigen Gaddafi gemeldet. Nach Angaben des Übergangsrates war der 69-Jährige in seiner Heimatstadt Sirte schwer an beiden Beinen sowie am Kopf verletzt worden und kurz nach seiner Festnahme verstorben. Gaddafi-treue Medien wiesen diese Meldungen jedoch als falsch zurück.


    Nach einigen Angaben wurde Gaddafi bei einem Nato-Angriff auf seinen Konvoi verletzt, als er Sirte verlassen wollte. Die Nato bestätigte, dass es einen solchen Luftangriff gegeben habe.

    Das US-Außenministerium verfügt über keine Bestätigung hinsichtlich Gaddafis Festnahme. „Wir haben die Medienberichte gesehen, können sie aber vorerst nicht bestätigen“, sagte Amtssprecherin Beth Gosselin.  

    In Libyen waren im Februar Proteste gegen den langjährigen Herrscher Muammar al-Gaddafi ausgebrochen, die dann in einen Krieg zwischen den Aufständischen und den Regierungstruppen auswuchsen. Am 17. März eröffnete der UN-Sicherheitsrat mit der Resolution 1973 Tür und Tor für ein internationales Eingreifen, um die Zivilbevölkerung in Libyen zu schützen und Waffenimporte für Gaddafi unmöglich zu machen. Seitdem bombardiert die Nato vom Gaddafi-Regime kontrollierte Militäranlagen und Städte.

    Bis Ende August konnten die Rebellen fast das gesamte Land einschließlich der Hauptstadt Tripolis unter ihre Kontrolle bringen. Gaddafis Aufenthaltsort ist seitdem unbekannt. Der von den Rebellen gebildete Übergangsrat, der sich zur neuen Regierung ausrief und bereits von rund 60 Ländern anerkannt wurde, setzte 1,7 Millionen US-Dollar Kopfgeld auf den flüchtigen Machthaber aus.

    Nur in Sirte und Bani-Walid dauerten die Kämpfe weiter an. Erst am Dienstag konnten die Aufständischen Bani-Walid unter ihre Kontrolle bringen. Am heutigen Donnerstag meldeten sie die Einnahme von Sirte, Gaddafis Heimatstadt.

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