00:58 25 November 2017
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    Medwedew: EU-Visapolitik gegenüber Russland "politische Kurzsichtigkeit"

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    Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat die Politik führender europäischer Politiker, die die Abschaffung der Visapflicht in den Beziehungen zu Russland hinauszögern, als "politische Kurzsichtigkeit" bezeichnet.

    Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat die Politik führender europäischer Politiker, die die Abschaffung der Visapflicht in den Beziehungen zu Russland hinauszögern, als "politische Kurzsichtigkeit" bezeichnet.

    "Meine EU-Amtskollegen geben zu, dass für die Abschaffung der Visa derzeit keine objektiven Hindernisse vorhanden sind", sagte der Staatschef am Donnerstag bei einem Treffen mit Studenten der Moskauer Staatlichen Lomonossow-Universität. Aber konkrete Vorschläge, dies zu tun, würden jedes Mal mit den Worten beantwortet: "Wir wären bereit, aber nicht von heute auf morgen, sondern schrittweise…"

    "Das ist eine kurzsichtige Position, denn je mehr wir mit den Europäern Kontakt haben, desto besser würde die Atmosphäre in unserem vereinten Europa sein. Ohne sie (die Europäer) wird es uns kaum gelingen, das Land schnell zu modernisieren. Aber auch ohne uns würden sie nicht in der Lage sein, sich weiter zu entwickeln. Denn Russland ist ein Staat, der nicht nur Energieträger, sondern auch geistige Produkte liefert, die zum Teil auch in Europa genutzt werden", fuhr Medwedew fort.

    Russland und die Europäische Union seien fest mit einander verbunden. "Je schneller sich meine Partner darüber klar werden, dass sie so denken sollten wie wir, desto besser würde das für uns alle sein - für Russland und für die EU-Länder", sagte der russische Präsident.