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    KP Russlands: Libyen kehrt Nach Gaddafis Tod ins Mittelalter zurück

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    Libyen: Rebellen erklären Gaddafi für tot (91)
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    Die Ermordung des libyschen Ex-Machthabers Muammar el-Gaddafi ist dem stellvertretenden Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Russlands, Iwan Melnikow, zufolge "koloniale Barbarei in Dekorationen des 21. Jahrhunderts".

    Die Ermordung des libyschen Ex-Machthabers Muammar el-Gaddafi ist dem stellvertretenden Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Russlands, Iwan Melnikow, zufolge "koloniale Barbarei in Dekorationen des 21. Jahrhunderts".

    Das sagte Melnikow am Donnerstag in Moskau. "Ich denke, dass sich die Welt heute die veröffentlichten Bilder und Videos der Tötung Gaddafis aufmerksam anschauen muss. Da ist nicht nur der tote Ex-Revolutionsführer Libyens, sondern auch ein Symbol der von den Amerikanern zerfleischten Souveränität eines unabhängigen Landes. Das ist ein Finale ihres (der Amerikaner) rasenden Wunschs, sich der Ressourcen dieses reichen Staates zu bemächtigen. Und sie spucken auf die künftige Situation im Land, es juckt sie überhaupt nicht, dass Libyen ins Mittelalter zurückkehren wird", fuhr Melnikow fort.

    Die Lage in Libyen erinnere ihn an die Situation im Irak und an das Schicksal von Saddam Hussein, der bei Kampfhandlungen gefangengenommen, dann verurteilt und erhängt worden sei. "Die Entwicklung in Libyen wird die Kräftekonstellation in der Region ändern und die Lage in der Welt als Ganzes destabilisieren."

    "Für Russland ist dies aber eine gute Lehre. Wir müssen nach Kräften auf die Schaffung einer multipolaren Welt hinarbeiten und nicht nur ein Stimmrecht im Weltsicherheitsrat haben. Russland müsste den Offensivkurs der USA mit einem Gegengewicht abfedern. Das verlangt uns die jüngste Entwicklung in der Welt ab", sagte der Politiker.

    Die KP Russlands hatte die Verfolgung von Oberst Gaddafi und die Operation der Nato in Libyen als Ganzes kritisiert und ein Veto für die entsprechende Libyen-Resolution des UN-Sicherheitsrates gefordert. Bekanntlich hatte sich Russland jedoch dann bei der Abstimmung über die Resolution der Stimme enthalten und so ihre Annahme ermöglicht.

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