13:09 21 November 2017
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    Staatsduma lehnt Beileidsbekundung zu Gaddafis Tod ab

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    Libyen: Rebellen erklären Gaddafi für tot (91)
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    Die Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) hat am Freitag einige ihrer Abgeordneten abblitzen lassen, die im Zusammenhang mit dem Tod von Muammar al-Gaddafi eine offizielle Beileidserklärung vorgeschlagen hatten.

    Die Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) hat am Freitag einige ihrer Abgeordneten abblitzen lassen, die im Zusammenhang mit dem Tod von Muammar al-Gaddafi eine offizielle Beileidserklärung vorgeschlagen hatten. 

    Bei der Erörterung der Tagesordnung einer Plenarsitzung des Unterhauses schlugen Abgeordnete der drei Oppositionsfraktionen - KPRF, Gerechtes Russland und die Liberaldemokratische Partei LDPR - vor, eine Erklärung zu Libyen anzunehmen.

    Auf diese Weise hätte das russische Parlament dem libyschen Volk anlässlich des Todes von Gaddafi kondoliert werden sollen.

     „Alle Nachrichtenkanäle und Massenmedien in Russland melden mit einer Art Schadenfreude wie im Mittelalter die Hinrichtung von Gaddafi unter der Vorschubleistung der Nato“, sagte die Abgeordnete von Gerechtes Russland Vera Lekarewa.

    „Die Nato war stark genug, um Gaddafi zu stürzen. Aber aus irgendeinem Grund war sie nicht stark genug, ihn, wahrscheinlich auch einen Verbrecher, zu schützen und vor Gericht zu stellen. Deshalb schlage ich vor, Außenminister Sergej Lawrow dringlich einzuladen und uns zu informieren, wie unsere Diplomaten reagieren und ob sie ihr Missfallen äußern werden. Ich bin der Auffassung, dass die Staatsduma ihre Missbilligung dieser Situation zum Ausdruck bringen muss“, betonte die Abgeordnete. Es gehe nicht an, dass sich die Staatsduma angesichts dieser Machtdemonstration der Nato in Schweigen hülle.

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