17:52 23 November 2017
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    Russlands Außenminister Lawrow verurteilt Ermordung Gaddafis

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    Libyen: Rebellen erklären Gaddafi für tot (91)
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat den Mord an Libyens Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi verurteilt.

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat den Mord an Libyens Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi verurteilt. 

    Da Gaddafi schon gefangen genommen war, durfte man ihn nicht umbringen, sagte Lawrow am Freitag in einer russischen Radiosendung. 

    Das Völkerrecht besage, dass Gefangene in bewaffneten Konflikten speziellen Prozeduren einschließlich medizinischer Behandlung unterliegen, betonte er. Da es in Libyen einen bewaffneten Konflikt gebe, finden die internationalen humanitären Regeln Anwendung, die bereits in den 1940er Jahren in Genfer Übereinkommen festgehalten worden seien.

    Lawrow rief zudem auf, den Nato-Luftangriff auf Gaddafis Konvoi, der dem Mord am libyschen Ex-Machthaber vorausgegangen war, einer völkerrechtlichen Beurteilung zu unterziehen. „Die Handlungen der Nato interessieren uns aus der Sicht des Völkerrechts“, sagte der russische Außenamtschef. Dass Gaddafi von halbautonomen Kämpfern gefasst worden sei, die nicht vom Übergangsrat kontrolliert würden, stelle Libyens Zukunft in Frage, urteilte Lawrow. 

    Muammar al-Gaddafi, der Libyen 42 Jahre lang regiert hatte und seit August auf der Flucht war, war am Donnerstag in seiner Heimatstadt Sirte  von Rebellen gefangengenommen worden und kurz danach verstorben. Laut einigen Berichten erlag der Ex-Staatschef schweren Bein- und Kopfverletzungen. Wer die tödlichen Schüsse abgegeben hat, ist bis jetzt unklar. Gaddafis Überreste befinden sich in der Stadt Misrata und sollen bald beerdigt werden.

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