04:57 24 November 2017
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    Moskau rechnet mit außergerichtlichem Kompromiss mit EU in Energiesphäre

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    Russland rechnet mit der Erlangung von Kompromissen mit der Europäischen Union im Energiebereich ohne Einsatz von Rechtsmitteln.

    Russland rechnet mit der Erlangung von Kompromissen mit der Europäischen Union im Energiebereich ohne Einsatz von Rechtsmitteln.

    Das sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Freitag den Radiosendern Stimme Russlands, Radio Russlands und Echo Moskwy. "Wir setzen jetzt darauf, dass Verhandlungen, die unser Energieministerium und der EU-Energiekommissar aufgenommen haben, positives Resultat bringen. Dabei will Russland verhindern, dass Bestimmungen des Dritten Energiepakets rückwirkend auch für Projekte gelten, die bereits abgeschlossen sind bzw. demnächst abgeschlossen werden", fuhr Lawrow fort.

    Eine Gerichtsklage bleibe immer ein Instrument, aber es wäre besser, das Problem außergerichtlich zu lösen. Denn ein Gerichtsprozess dauere immer lange, während die Energiesituation in Europa, insbesondere nach dem Ausstieg (einiger Länder) aus der Atomkraft, nicht gerade die einfachste sei. "Die russische Führung ist besorgt über einseitige Handlungen der EU-Kommission. Aber der Schutz der Interessen russischer Öl-, Gas- und Stromkonzerne im Ausland ist eine Priorität des Außenministeriums und der Landesführung", betonte Lawrow.