19:15 07 Dezember 2016
Radio
    Politik

    US-Senator McCain für militärische Einmischung in Syrien

    Politik
    Zum Kurzlink
    Unruhen in Syrien (3838)
    0 3 0 0

    Nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes in Libyen ist es nach Ansicht des US-Senators John McCain an der Zeit, eine militärische Einmischung in Syrien zu überlegen.

    Nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes in Libyen ist es nach Ansicht des US-Senators John McCain an der Zeit, eine militärische Einmischung in Syrien zu überlegen.

    „Man sollte nicht glauben, dass dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Massenmorde verziehen werden“, sagte er am Weltwirtschaftsforum für den Nahen Osten in Jordanien.

    „Aus den Reihen der Opposition sind die Aufrufe zu einer militärischen Einmischung in dieser oder jener Form immer lauter  zu hören“, sagte er. „Wir hören diese Hilferufe und arbeiten mit dem oppositionellen Nationalrat zusammen.“

    Die Erklärung des US-Senators bildet einen Teil des sich verstärkenden westlichen Drucks auf die Regierung Syriens. Am selben Tag riefen die Top-Politiker der 27 EU-Länder Präsident Assad auf, sein Amt niederzulegen, und bekundeten ihre Absicht, ihre Sanktionen gegen Damaskus zu verstärken, „ wenn die Repressalien gegen die Zivilbevölkerung nicht eingestellt wird“.

    Indessen äußert sich eine Mehrheit der syrischen Bevölkerung, darunter auch die oppositionell eingestellt, gegen eine Einmischung von außen her. Diese Position teilt auch Russland: In Syrien soll das libysche Szenario nicht wiederholt werden, wo unter dem Vorwand des Schutzes der Zivilbevölkerung Kampfhandlungen aufgenommen wurden, die im Endeffekt über den Rahmen der Resolution des Uno-Sicherheitsrates hinaus gegangen sind.

    Laut Uno-Angaben beläuft sich die Zahl der Opfer der seit sieben Monaten andauernden Aktionen der Regierungsgegner auf  mehr als 3 000. Syrische Behörden sprechen indessen von mehr als 1 500 Toten auf beiden Seiten, darunter von mehr als 1 100 Toten auf der Seite der Rechtsschutzkräfte.

    Themen:
    Unruhen in Syrien (3838)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Top-Themen

    • Syrische Soldaten in Aleppo

      Die syrischen Regierungstruppen kontrollieren bereits 70 Prozent von Ost-Aleppo, wie das russische Versöhnungszentrum in Syrien meldet. Demnach stehen 50 Wohnviertel unter der Kontrolle der syrischen Behörden.

      132977
    • Teddy Bar

      Der jüngste Skandal um den Berliner Senat, der in den Siebzigerjahren wissentlich Pädophile als Pflegeväter für Straßenjungen eingesetzt hat, zeigt, dass das Thema sexueller Kindesmissbrauch nach wie vor aktuell ist. Einer umfassenden Aufklärung steht allerdings Desinteresse der Politik im Wege.

      51538
    • Zerstörte syrische Stadt Aleppo (Archivbild)

      Die Staatschefs der USA, Großbritanniens, Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Kanadas erwägen in einer gemeinsamen Erklärung zur Lage im syrischen Aleppo, Sanktionen gegen Anhänger von Präsident Baschar al-Assad zu verhängen.

      897895
    • Die noch in der UdSSR gebaute Antonow An-124 Ruslan war viele Jahre das größte Transportflugzeug der Welt.

      Nachdem der designierte US-Präsident Donald Trump die Abbestellung der neuen Air Force One aus Boeing-Produktion gefordert hat, bietet sich Antonow als Alternative an. Der ukrainische staatliche Flugzeugbauer ist finanziell angeschlagen, nachdem Kiew sämtliche Kontakte mit den russischen Zulieferern abbrechen lassen hat.

      164989
    • T-72-Panzer bei Nato-Übung

      Britische Militärs haben eine Übung organisiert, in deren Verlauf ein Krieg gegen Russland simuliert wurde. Damit das Ganze möglichst überzeugend aussieht, führten die Briten alte sowjetische T-72-Panzer polnischer Produktion sowie völlig veraltete T-55 auf das Schlachtfeld, die sie bei Museen und privaten Sammlern geliehen haben.

      566950
    • G7 in Elmau, Archivbild

      Männer kommen und gehen, „Mutti“ bleibt? Alle winken sie höflich und treten ab, nur Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht: Wie ein Fels in der Brandung zeigt sie ihre Firmengeste – den „Merkelizer“. Will die Kanzlerin uns mit ihrer „Raute der Macht“ aus der Vergangenheit nahebringen, dass sie auch weiter am Ruder bleibt?

      171254