06:53 25 November 2017
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    Libyen: Übergangsrat führt Scharia-Recht ein

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    Nationaler Übergangsrat Libyens findet international Anerkennung (108)
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    Nach dem Sturz Muammar al-Gaddafis will die neue Führung Libyens die islamische Scharia als neues Rechtssystem einführen.

    Nach dem Sturz Muammar al-Gaddafis will die neue Führung Libyens die islamische Scharia als neues Rechtssystem einführen.

    Dies kündigte der Vorsitzende des Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, in Benghasi nach Angaben des Internetportals Al Iktisadya an. Vor Tausenden Menschen verkündete Dschalil, im neuen Libyen werde das islamische Recht Scharia die Grundlage aller Gesetze sein. Die Gesetze, die im Widerspruch zum Islam stünden, würden annulliert. So soll unter anderem die Polygamie erlaubt werden.

    Zuvor hatte bereits der Chef des internationalen Terrornetzwerkes Al-Qaida, Aiman as-Sawahiri, die neue libysche Führung aufgerufen, die islamische Scharia einzuführen.

    In Libyen waren im Februar Proteste gegen den langjährigen Herrscher Muammar al-Gaddafi ausgebrochen, die dann in einen Krieg zwischen den Aufständischen und den Regierungstruppen auswuchsen. Bis Mitte Oktober konnten die Rebellen mit Hilfe der Nato das gesamte Land einschließlich der Hauptstadt Tripolis unter ihre Kontrolle bringen. Der gestützte Muammar al-Gaddafi, der seit August auf der Flucht war, war am 20. Oktober in seiner Heimatstadt Sirte von Rebellen gefasst und getötet worden.

    Am gestrigen Sonntag hat der Nationale Übergangsrat, der bereits von mehr als 60 Staaten als neue libysche Regierung anerkannt worden ist, die Befreiung von der jahrzehntelangen autoritären Herrschaft offiziell verkündet.

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