14:07 23 November 2017
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    Gaddafis Tod: Schatten des Mittelalters - “Rossijskaja Gaseta”

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    Libyen: Rebellen erklären Gaddafi für tot (91)
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    Nachdem der ehemalige libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi bei der Flucht aus seiner Heimatstadt Sirte getötet worden war, wurde seine Leiche im Kühlraum in einem Einkaufszentrum in Misrata ausgestellt, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Montag.

    Nachdem der ehemalige libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi bei der Flucht aus seiner Heimatstadt Sirte getötet worden war, wurde seine Leiche im Kühlraum in einem Einkaufszentrum in Misrata ausgestellt, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Montag.

    In den letzten Monaten betonen fast alle Experten, dass in Libyen immer noch mittelalterliche Verhältnisse herrschen. Vor diesem Hintergrund waren die Äußerungen westlicher Politiker fragwürdig, als ob die Demokratie in dieses rückständige Land auf den Flügeln der Nato-Bomber gebracht werden könnte.  Ein Tag vor Gaddafis Tod klatschte US-Außenministerin Hillary Clinton in Tripolis denjenigen Beifall, die zwei Tage später in langen Warteschlangen standen, um Gaddafis Leichnam anzusehen und zu fotografieren.

    Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der einzige der westlichen Verbreiter der Demokratie, erinnerte die außer Rand und Band geratenen libyschen Revolutionäre daran, dass es sich jedoch um einen Toten handelt, unabhängig davon, was er getan hat.

    Wie Russlands Außenminister Sergej Lawrow betonte, löst die Tatsache, wie Muammar Gaddafi gestorben ist, viele Fragen aus. „Ich habe die Erklärung vieler Spitzenpolitiker gehört, die mit Genugtuung über Gaddafis Tod sprachen. Ich will diese Erklärungen nicht bewerten. Wir haben uns auf Tatsachen und auf das Völkerrecht zu stützen. Das Völkerrecht besagt, dass bei Militärkonflikten internationale humanitäre Regeln gelten, die in den Genfer Konventionen verankert sind“, sagte Lawrow.

    „Sobald ein Teilnehmer eines bewaffneten Konflikts gefangen genommen wurde, müssen ihm gegenüber besondere Prozeduren angewandt werden, einschließlich der Erweisung von Hilfe, falls er verletzt wurde. Er darf auf keinen Fall getötet werden“, sagte Lawrow.

    Russland forderte eine umfangreiche Untersuchung der Todesumstände. Die Verwaltung des Hohen Kommissars der UNO für Menschenrechte stimmte ebenfalls zu, dass die Umstände vom Tod Gaddafis und seines Sohnes geklärt werden müssen.

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