10:33 25 November 2017
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    Schweiz driftet nach rechts: Nationalisten gewinnen Parlamentswahl – "Nesawissimaja Gaseta"

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    Die Schweizer werden zunehmend gastunfreundlich, stellt die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Montag fest.

    Die Schweizer werden zunehmend gastunfreundlich, stellt die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Montag fest.

    In den jüngsten Parlaments- und Kommunalwahlen in der Alpenrepublik hat voraussichtlich die ultrarechte Schweizerische Volkspartei gewonnen, die gegen den jüngsten Zufluss der Ausländer auftritt. Die offiziellen Wahlergebnisse wurden vorerst nicht mitgeteilt, aber die vorläufigen Informationen lassen die baldige Bildung einer Koalitionsregierung vermuten.

    Viele Experten hatten ein solches Wahlergebnis vorausgesagt. Die Volkspartei mit Toni Brunner an der Spitze hatte aktiv um die Wählerstimmen gekämpft und gegen die verstärkte Einwanderung argumentiert. Auf einem der Wahlplakate wurde beispielsweise ein dunkelhäutiger Ausländer abgebildet, der die Schweizer Nationalflagge mit Füßen trat. Derzeit machen die Ausländer 22 Prozent der Landesbevölkerung aus. 100 000 von ihnen sind Muslime.

    Die Volkspartei hatte auch früher manche Erfolge gefeiert. So stimmten die Schweizer vor zwei Jahren bei einem Volksentscheid gegen den Bau von Minaretten. Auch diesmal genießen die Rechtsradikalen die Gunst der Wähler. Nach den vorläufigen Angaben erhielten sie bis zu 30 Prozent der Stimmen.

    Platz zwei gehört den Sozialdemokraten mit etwa 19,9 Prozent. Ihnen folgen die christlichen Demokraten, die Liberalen und die Grünen.

    Experten müssen feststellen, dass die schweizerischen Politiker und Wähler angesichts der allgemeinen Situation in Europa und der Einwanderungsfrage allmählich nach rechts driften.

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