02:27 23 November 2017
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    Hunderte Festnahmen im Irak: Großrazzia gegen Saddam Husseins Baath-Partei

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    Im Irak sind mindestens 450 Aktivisten der verbotenen früheren Regierungspartei Baath verhaftet worden. Wie der TV-Sender Al-Irakiya berichtet, werfen die Behörden ihnen vor, einen Staatsstreich nach dem Abzug der US-Truppen geplant zu haben.

    Im Irak sind mindestens 450 Aktivisten der verbotenen früheren Regierungspartei Baath verhaftet worden. Wie der TV-Sender Al-Irakiya berichtet, werfen die Behörden ihnen vor, einen Staatsstreich nach dem Abzug der US-Truppen geplant zu haben.

    Der Beauftragte der irakischen Regierung für nationale Aussöhnung, Amer al-Khizai, bestätigte gegenüber der Zeitung „As-Sabah“, dass es Festnahmen in Bagdad sowie in Basra und sechs weiteren Provinzen des Landes gegeben habe.

    „Die Baathisten verüben Terroranschläge in verschiedenen Regionen des Iran und wollen den Irak in die Zeit von Hinrichtungen und Massenmorden zurückwerfen“, sagte Khizai. „Zwischen Opfer und Henker kann es keine Aussöhnung geben.“

    Nach dem Sturz des langjährigen Staatschefs Saddam Hussein im Jahr 2003 war die Regierungspartei Baath verboten worden. Tausende Menschen, die angeblich mit der Partei verbunden waren, wurden entlassen. Diese Woche verloren 150 Hochschuldozenten in den Städten Tikrit und Mosul aus demselben Grund ihren Job. Denjenigen, die sich zu den Baath-Ideen bekennen, drohen bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe.

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