13:12 21 November 2017
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    Neue Militärstrategie der USA: Aufbau einer antichinesischen Allianz - „Nesawissimaja Gaseta“

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    Die USA revidieren ihre Militärstrategie, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Die USA revidieren ihre Militärstrategie, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Während die Kriege im Irak und in Afghanistan zu Ende gehen, werden China und Nordkorea zu potentiellen Gegnern. Das ist der Grundgedanke der Äußerungen von US-Verteidigungsminister Leon Panetta auf seiner Südost- und Ostasien-Tournee. Seinen ersten offiziellen Besuch in Japan als Pentagon-Chef nutzte er dazu, die Partner und die potentiellen Gegner mit den neuen strategischen Zielsetzungen von US-Präsident Barack Obama bekannt zu machen - die USA bleiben trotz bevorstehender Haushaltskürzung eine globale Wirtschafts- und Militärmacht. Die asiatisch-pazifische Region wird im Mittelpunkt der US-Sicherheitsstrategie stehen.

    Beim Treffen mit den japanischen und amerikanischen Soldaten und Offizieren auf der Yokota Air Base zählte Panetta eine ganze Reihe von Drohungen auf, die von den USA in erster Linie berücksichtigt werden müssen. Panetta erwähnte die Cyber-Angriffe, Streben nach Atomwaffen seitens Iran und Nordkorea, Erschütterungen im Nahen Osten und die „wachsenden Mächte“. Laut der US-Zeitung „Washington Post“ ist mit letzterem China gemeint.

    „Wir stehen heute an einem Wendepunkt. Wegen Al Qaida und ähnlicher Strukturen müssen die Militärs auf der Hut sein. Die USA als pazifische Macht müssen sich mehr ins Zeug legen, um Allianzen in der Region aufzubauen“, sagte Panetta. Dabei würden die Haushaltskürzungen diese Pläne nicht einschränken, betonte der Pentagon-Chef.

    Viel eindeutiger äußerte sich Panetta in der japanischen Zeitung „Yomiuri Shimbun“. Laut dem US-Verteidigungsminister unternimmt Nordkorea unvernünftige und provokative Handlungen. Zudem kritisierte Panetta China wegen seiner geheimen Anstrengungen bei der Erhöhung der militärischen Stärke.

    Panetta zufolge besteht Chinas Schuld nicht nur darin, dass die Modernisierung der Streitkräfte nicht transparent ist. China positioniere sich immer entschlossener im Ostchinesischen und im Südchinesischen Meer, sagte Panetta. Der chinesische Militärhaushalt lag in diesem Jahr bei 95 Milliarden US-Dollar. Nach den Militärausgaben ist China zur zweitgrößten Macht nach den USA aufgestiegen. Peking entwickelt auch die Rakete DF 21D zur Bekämpfung von Flugzeugträgern.

    Laut der Nachrichtenagentur AP sind in Japan 47.000 US-Soldaten und in Südkorea 28.000 US-Soldaten stationiert. Washington will seine Positionen in Asien stärken und weitere Militärmanöver mit den Pazifikländern durchführen. Es wird sich vor allem um die Militärverbündeten der USA handeln – Japan, Südkorea und Australien.

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