09:03 21 November 2017
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    Nato-Rat ratlos: Entscheidung über Ende von Libyen-Einsatz vertagt

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Eine endgültige Entscheidung über den Abschluss oder eine mögliche Verlängerung des Nato-Einsatzes in Libyen ist vom heutigen Mittwoch auf Freitag, dem 28. Oktober, vertagt worden.

    Eine endgültige Entscheidung über den Abschluss oder eine mögliche Verlängerung des Nato-Einsatzes in Libyen ist vom heutigen Mittwoch auf Freitag, dem 28. Oktober, vertagt worden.

    Dies teilte am Mittwoch ein Vertreter des Pressedienstes der Allianz mit. Der entsprechende Beschluss war auf der heutigen Sitzung des Nato-Rates in Brüssel erwartet worden.

    „Die Vertagung der Beschlussfassung über diese Frage hat damit zu tun, dass die Alliierten die Konsultationen mit der Uno und dem Nationalen Übergangsrat Libyens fortsetzen und noch Informationen über die diesbezügliche Diskussion im Weltsicherheitsrat bekommen wollen“, so ein Nato-Pressesprecher zu RIA Novosti.

    Am 21. Oktober hatte der Nato-Rat die vorläufige Entscheidung getroffen, die Nato-Operation „Vereinter Beschützer“ in Libyen am 31. Oktober zu beenden. Bis dahin wollte die Nato die Lage in diesem Land beobachten und im Falle einer Bedrohung für die Bevölkerung entsprechend eingreifen.

    Der libysche Übergangsrat hatte aber am vergangenen Dienstag die Nato ersucht, noch einen Monat länger im Land zu bleiben.

    Der Sturz des Regimes in Libyen dauerte knapp neun Monate. Während der Auseinandersetzung zwischen den Gaddafi-Kräften und den Aufständischen, die tatkräftige Unterstützung von der Nato bekamen, sind mehrere tausend Menschen getötet und der Wirtschaft des Landes ein riesiger Schaden zugefügt worden. Muammar al-Gaddafi, der Libyen 42 Jahre lang regierte, kam am 20. Oktober nach der Gefangennahme durch die Aufständischen ums Leben.

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