05:09 21 November 2017
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    Gaddafis Sohn Saif al-Islam droht Verrätern mit „Hölle“

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    Nationaler Übergangsrat Libyens findet international Anerkennung (108)
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    Saif al-Islam, Sohn des ermordeten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, hat zur Rache an den Rebellen aufgerufen.

    Saif al-Islam, Sohn des ermordeten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, hat zur Rache an den Rebellen aufgerufen.

    „In diesem historischen Moment, in dem einige denken, dass alles beendet ist, sage ich: Das ist erst der Anfang“, so Saif al-Islam in einer in arabischen Medien veröffentlichten Botschaft.

    Er drohte „Verrätern“, er werde deren Leben zur Hölle machen, und rief seine Anhänger zum weiteren „Kampf um das verlorene Libyen und die verlorene Würde“ auf. „Wir müssen die Mörder überall verfolgen und töten“.

    Saif al-Islam, der vor dem Libyen-Krieg als der wahrscheinlichste Nachfolger seines Vaters gegolten hatte, steht seit Juni wegen mutmaßlicher humanitärer Verbrechen auf der internationalen Fahnungsliste. Gemeinsam mit seinem Vater war Saif al-Islam an der Verteidigung der Stadt Sirte beteiligt, konnte jedoch nach dem Einmarsch der Rebellen entkommen. Laut verschiedenen Medienberichten befindet sich Saif al-Islam in Libyen.

    Muammar al-Gaddafi, der 42 Jahre über Libyen regiert hatte, war im Zuge des mehr als acht Monate langen Bürgerkrieges gestürzt und am 20. Oktober nahe Sirte unter bisher ungeklärten Umständen getötet worden. Die Nato, die seit März Ziele in Libyen bombardiert hatte, hatte den Rebellen zum Umsturz verholfen.

    Am Sonntag verkündete der Nationale Übergangsrat, der bereits von mehr als 60 Staaten als neue libysche Regierung anerkannt worden ist, die Befreiung von der jahrzehntelangen autoritären Herrschaft offiziell. Der Krieg hat Tausende Menschen das Leben gekostet und die Wirtschaft des wichtigen Ölstaates ruiniert.

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