10:24 25 November 2017
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    Putin über Video von Gaddafi-Mord empört – Für „moralische Verantwortung der Medien“

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    Zensur in den Medien ist laut Premier Wladimir Putin nicht zulässig; die Journalisten müssten sich aber ihrer moralischen Verantwortung bei der Berichterstattung bewusst sein. Damit nahm Putin Stellung zu den Fernsehberichten über die Tötung von Muammar al-Gaddafi.

    Zensur in den Medien ist laut Premier Wladimir Putin nicht zulässig; die Journalisten müssten sich aber ihrer moralischen Verantwortung bei der Berichterstattung bewusst sein. Damit nahm Putin Stellung zu den Fernsehberichten über die Tötung von Muammar al-Gaddafi.

    „Ich spreche jetzt nicht von der politischen Komponente“, betonte er am Mittwoch bei einer Sitzung des Führungsgremiums der Gesamtrussischen Volksfront. „Dort tobt ein Bürgerkrieg, das ist ein spezielles Thema. Dass aber so etwas auf die Bildschirme kommt und dass Millionen Menschen, darunter auch Kinder, sich das anschauen – da ist nichts Gutes dran.“

    „Seine Leiche wurde auf allen globalen Kanälen gezeigt“, wird Putin am Donnerstag in der Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“ zitiert. "Das kann man sich nicht ohne Abscheu anschauen! Es wird gezeigt, wie ein verwundeter Mensch, blutbeschmiert, aber noch am Leben, zu Tode geschlagen wird. Keine der Weltreligionen lässt es zu – weder das Christentum, noch der Judaismus, noch der Islam – dass solche Dinge in die Massenmedien ausgeschüttet werden. Das ist ja weder ein Anime noch eine Künstlerphantasie, sondern Bilder aus dem Leben… Innerhalb der Journalistengemeinschaft müssen die Menschen begreifen, was sie tun, und bestimmte moralische Verantwortung tragen.“

    Gaddafi war am 20. Oktober in der Nähe seiner Heimatstadt Sirte getötet worden. Laut einigen Berichten wurde er vor seinem Tod gefoltert – was die Übergangsbehörden Libyens allerdings dementieren.

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