22:18 20 November 2017
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    „Todesengel“ der argentinischen Diktatur bekommt lebenslang

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    In Argentinien sind der als „Todesengel“ bekannte Ex-Offizier Alfredo Astiz und elf weitere Ex-Offiziere wegen schweren Menschenrechtsverletzungen zur Zeit der letzten Militär-Diktatur im Land zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

    In Argentinien sind der als „Todesengel“ bekannte Ex-Offizier Alfredo Astiz und elf weitere Ex-Offiziere wegen schweren Menschenrechtsverletzungen zur Zeit der letzten Militär-Diktatur im Land zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag unter Berufung auf argentinische Medien meldet, wurden Astiz und die anderen Ex-Marineoffiziere wegen Entführungen, Folterungen und Morden an mindestens 85 Gegnern der argentinischen Militärdiktatur in den Jahren 1976-1983 in der ehemaligen Marine-Schule ESMA in Buenos Aires verurteilt.

    Astiz wurde unter anderem der Entführung und Tötung von zwei französischen Nonnen und drei Gründerinnen der Bewegung oppositioneller Mütter schuldig gesprochen. Insgesamt wurden in der ESMA mehr als 5000 Menschen festgehalten und gefoltert. Die meisten von ihnen gelten bis heute als vermisst.

    Astiz ist bereits mehrmals von Frankreich und Italien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In Argentinien wurde Astiz 1998 aus der Marine entlassen und verlor seinen Rang. 2003 wurde er präventiv wegen der Menschenrechtsverletzungen in der ESMA in U-Haft genommen.

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