06:39 22 November 2017
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    Obama auf Wählerfang bei den Wall-Street-Gegnern

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    Internationale Protestbewegung „Occupy Wall Street“ (18)
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    US-Präsident Barack Obama hat ein weiteres Mal betont, der Kongress, die Wall Street und Washington würden zu wenig für die einfachen Amerikaner tun.

    US-Präsident Barack Obama hat ein weiteres Mal betont, der Kongress, die Wall Street und Washington würden zu wenig für die einfachen Amerikaner tun.

    „Bereits seit Jahrzehnten kommen unsere Institutionen – von der Wall Street bis Washington –  nicht oder nur schlecht mit der Aufgabe zurecht, etwas Nützliches für die einfachen Menschen, die amerikanische Mittelklasse und auch für diejenigen, die gerne der Mittelklasse angehören würden, zu tun“, kommentierte Obama die Aussagen eines Aktivisten der „Occupy Wall Street“-Bewegung bei einem Treffen mit Studenten der Colorado University in Denver.

    Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident den Kongress und das Großunternehmertum für den kläglichen Zustand der Wirtschaft des Landes verantwortlich macht. Allerdings hatte sich Obama erstmals seit Beginn der Wahlkampagne Anfang April zu diesem Thema zu Wort gemeldet. Das jüngste Statement Obamas deckt sich zudem mit den Forderungen der Protestbewegung, die derzeit in vielen Städten der USA gegen die übermächtige Bankenwelt und soziale Ungerechtigkeit auf die Straße geht.

    Tatsächlich sind die Wall-Street-Gegner eine interessante Wählergruppe besonders für die Demokraten, die bereits ihre Hoffnung ausgedrückt haben, dass die Protestbewegung zur Wiederwahl Obamas beitragen könnte.

    „Wir lebten nach der Philosophie, dass, wenn wir die Steuern für die Reichsten senken, das Arbeitsrecht nicht ändern und der Wall Street eigene Regeln zugestehen, uns das zum Wohlstand führt.“ Im Gegenteil habe dies aber „ zur größten Finanzkrise seit der Großen Depression“ geführt “, so Obama weiter.

    Neben einigen Seitenhieben auf die Republikaner, die gegen Obamas Entwurf zur Senkung der Arbeitslosigkeit gestimmt hätten und sich gegen eine Reichensteuer wehren, stellte der US-Präsident den Studenten seine Idee für ein neues Programm zur Senkung der Kosten für die Bildungskredite vor.
    Die durchschnittliche Verschuldung eines US-Uniabgängers durch Bildungskredite beträgt 24 000 US-Dollar. Der Kredit muss über mehrere Jahre abgezahlt werden. Die Gesamtsumme der Bildungsschulden der US-Bürger übertrifft die Höhe der Schulden der Amerikaner über Kreditkarten.

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