17:53 23 November 2017
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    Muammar al-Gaddafi

    Libyens Übergangsrat will Gaddafi-Mörder vor Gericht stellen

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    Eine Woche nach dem gewaltsamen Tod von Muammar al-Gaddafi will die neue libysche Staatsführung die Mörder des gestürzten Langzeitherrschers ausfindig machen und vor Gericht stellen.

    Eine Woche nach dem gewaltsamen Tod von Muammar al-Gaddafi will die neue libysche Staatsführung die Mörder des gestürzten Langzeitherrschers ausfindig machen und vor Gericht stellen.

    „Die Verantwortlichen, wer auch immer sie sind, werden sich vor einem gerechten Gericht verantworten", sagte der Vizechef des libyschen Übergangsrats, Abdel Hafiz Ghoga, nach Angaben der Agentur AFP.

    Der gestützte Muammar al-Gaddafi, der seit August auf der Flucht war, war am 20. Oktober in seiner Heimatstadt Sirte von Rebellen gefasst und unter ungeklärten Umständen getötet worden.

    In einem aufgetauchten Video ist zu sehen, dass Gaddafi noch lebend in die Hände der Aufständischen fiel. Das Video zeigt einen blutenden Gaddafi, der von Milizionären umringt ist und dabei noch auf eigenen Beinen zu stehen scheint. Auf späteren Bildern ist Gaddafi tot mit einer Schusswunde im Kopf zu sehen.

    Gaddafis Angehörige machten die Nato für die Tötung des Langzeitherrschers verantwortlich und kündigten eine Klage wegen Kriegsverbrechen beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag an. Kurz vor Gaddafis Gefangennahme hatten Nato-Kampfflugzeuge seine Wagenkolonne bombardiert.

    Die Vereinten Nationen, Russland und andere Staaten forderten eine Aufklärung der Todesumstände von Gaddafi. Ein Sprecher des Büros des UN-Hochkommissars für Menschenrechte nannte die Aufnahmen von Gaddafis letzten Lebensminuten schockierend.

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