14:14 23 November 2017
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    Libyens neue Regierung will Nato nicht ziehen lassen – „Nesawissimaja Gaseta“

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Die neue Regierung in Libyen ersucht die Nato, zumindest bis Jahresende im Land zu bleiben, während die internationale Koalition vorhat, ihre Militäroperation in diesem Land gemäß dem Uno-Mandat demnächst zu beenden, schreibt die Tageszeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Die neue Regierung in Libyen ersucht die Nato, zumindest bis Jahresende im Land zu bleiben, während die internationale Koalition vorhat, ihre Militäroperation in diesem Land gemäß dem Uno-Mandat demnächst zu beenden, schreibt die Tageszeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    „Wir brauchen technische Unterstützung und Instrukteure für die Ausbildung unserer Kräfte“, sagte der Chef des provisorischen Nationalrates, Mustafa Abdel Dschalil, in einem Interview für den TV-Sender Al Dschasira. „Außerdem brauchen wir Fernmeldetechnik und Luftaufklärungskapazitäten zur Überwachung der Grenzen.“

    Dschalil verwies darauf, dass die Anhänger von Muammar al-Gaddafi noch nicht endgültig zerschlagen seien. Die internationale Hilfe sei erforderlich, um die Zivilbevölkerung Libyens zu schützen.

    „Nach Ansicht von Beobachtern ist der Übergangsrat noch zu schwach, seine Führer haben einfach Angst, den zahlreichen Gruppen von Aufständischen ausgeliefert zu werden, die sich nicht der zentralen Verwaltung unterstellt haben“, stellt das Blatt fest.

    Bestätigt haben sich die Informationen, laut denen die ausländischen Militärs die Kräfte des Übergangsrates nicht nur aus der Luft, sondern auch zu Lande unterstützt haben, führt die „Nesawissimaja Gaseta“ weiter aus. „Am Mittwoch gaben die offiziellen Behörden Katars zu, hunderte Militärberater zur Unterstützung der Aufständischen nach Libyen entsandt zu haben… In den Medien wurden sogar Gerüchte verbreitet, dass es sogar die Sondereinsatztruppen Katars gewesen sein sollen, die Gaddafis Residenz in Tripolis erstürmt haben.“

    Nicht alle in Libyen seien erbaut von der Einmischung Katars, das viele als eines der Zentren des harten Hanbaliten-Islams betrachten. Es werde befürchtet, dass Doha die Islamisten unterstützt - in erster Linie Abdel Hakim Belhadsch, der den Militärrat von Tripolis leitet.

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