09:07 21 November 2017
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    Nato beendet Libyen-Einsatz doch am 31. Oktober

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Trotz der Bitte des libyschen Übergangsrats hat der Nato-Rat am Freitag definitiv entschieden, den Militäreinsatz in dem nordafrikanischen Land am 31. Oktober zu beenden.

    Trotz der Bitte des libyschen Übergangsrats hat der Nato-Rat am Freitag definitiv entschieden, den Militäreinsatz in dem nordafrikanischen Land am 31. Oktober zu beenden.

    Dies meldete die Agentur AFP unter Berufung auf eine Nato-Quelle. Am Donnerstag hatte der UN-Sicherheitsrat das Nato-Mandat für die Militäroperation in Libyen beendet.

    Am Mittwoch hatte der Chef des libyschen Übergangsrats, Mustafa Abdul Dschalil, die Nato noch aufgerufen, die Operation „Unified Protector“ zumindest bis zum Jahreswechsel zu verlängern, um das Land vor einer möglichen Invasion anderer Staaten sowie vor Splittergruppen der Gaddafi-Kräfte zu schützen.

    Zuvor hatte bereits der Kommandeur des Nato-Einsatzes, der kanadische General Charles Bouchard, gesagt, die Ziele des Militäreinsatzes in Libyen seien erreicht worden. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sprach von einem großen Sieg des libyschen Volkes.

    Die Nato hatte seit März Ziele in Libyen bombardiert, nach eigener Darstellung zum Schutz der libyschen Bevölkerung. Der Einsatz half den Rebellen beim Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi. Gaddafi, der seit August auf der Flucht war, wurde am 20. Oktober in seiner Heimatstadt Sirte von den Rebellen gefasst und unter ungeklärten Umständen getötet.

    Am Sonntag verkündete der Nationale Übergangsrat, der bereits von mehr als 60 Staaten als neue libysche Regierung anerkannt worden ist, die Befreiung von der jahrzehntelangen autoritären Herrschaft offiziell. Der Krieg hat Tausende das Leben gekostet und die Wirtschaft des wichtigen Ölstaates ruiniert.

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