03:02 24 November 2017
SNA Radio
    Politik

    Gaddafi-Sohn Saif al-Islam offenbar unterwegs nach Mali

    Politik
    Zum Kurzlink
    Libyen: Rebellen erklären Gaddafi für tot (91)
    0 201

    Der Sohn des getöteten libyschen Diktators Saif al-Islam Gaddafi dürfte von Niger nach Mali unterwegs sein, berichtet „Welt online“ am Freitag unter Berufung auf einen Berater des Präsidenten von Niger Mahamadou Issoufou.

    Der Sohn des getöteten libyschen Diktators Saif al-Islam Gaddafi dürfte von Niger nach Mali unterwegs sein, berichtet „Welt online“ am Freitag unter Berufung auf einen Berater des Präsidenten von Niger Mahamadou Issoufou.

    Sein Weg führt entlang der Grenze zwischen Niger und Algerien. Zuvor hatte der libysche Nationale Übergangsrat mitgeteilt, Gaddafi jun. sei aus Libyen nach Niger geflohen.

    Saif al-Islam hätte Libyen aus Furcht um sein Leben verlassen, wolle sich jedoch dem Internationalen Strafgerichtshof in den Haag (IStGH) freiwillig stellen und prüfe die entsprechenden Möglichkeiten, meldete Reuters.

    Diese Information widerspreche jedoch einer Erklärung des Gaddafi-Sohnes, die am 26. Oktober auf dem Nachrichtenportal „Al-Rai Al-Arabi“ veröffentlicht wurde. Darin hatte Saif al-Islam die Anhänger des früheren libyschen Regimes zur Fortsetzung des Kampfes aufgerufen.

    Laut Agenturmeldungen vom Donnerstag ist der einstige libysche Geheimdienstchef Abdullah al Senussi in Mali eingetroffen. Al Senussi ist der online-Ausgabe der „Welt“ zufolge Mittwochnacht in einem von Tuareg geleiteten Konvoi in Begleitung von etwa einem Dutzend Leibwächter über die nordmalische Grenzregion Kidal eingereist.

    Der Staatssicherheitschef von Mali, Hildebert Traore, bestätigte jedoch die Berichte über eine Flucht al Senussis nach Mali nicht.

    Der IStGH hat bereits vor einiger Zeit Haftbefehle gegen Saif al-Islam und al Senussi erteilt. Die flüchtigen Mitglieder des Gaddafi-Regimes werden nicht lange in Niger, bleiben, um einer Übergabe an den IStGH zu entgehen, schreibt die „Welt online“. Die nigrische Regierung hatte zuvor erklärt, ihren internationalen Verpflichtungen nachkommen zu wollen.

    Anfang September waren einige Gaddafi-treue hochrangige libysche Beamte und Gaddafi-Sohn Saadi nach Niger ausgereist.  Die Regierung des westafrikanischen Staats gewährte ihnen aus humanitären Gründen Asyl und verweigert jetzt die Auslieferung von Saadi an die neuen libyschen Behörden mit der Begründung, Saadi solle das „Recht auf eine unvoreingenommene Verteidigung“ sowie auf eine „gerechte Behandlung“ bekommen.

    Themen:
    Libyen: Rebellen erklären Gaddafi für tot (91)