06:35 22 November 2017
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    Kirgistan am Vorabend der Präsidentenwahlen: Kühles Wetter, ruhige Stimmung

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    Die Situation in Kirgistan am Vorabend der Präsidentenwahlen ist ruhig.

    Die Situation in Kirgistan am Vorabend der Präsidentenwahlen ist ruhig.

    Am Samstag, dem Vortag des Wahltermins, ist laut Gesetz jede Wahlagitation verboten, berichtet RIA Novosti. Plakate und Flugblätter sind zwar vereinzelt auf den Straßen zu sehen, allerdings in wesentlich geringerem Umfang als vor den Parlamentswahlen im Oktober 2010.

    Davon, dass die Lage ruhig ist, zeugt auch die relativ geringe Zahl von Polizisten auf den Straßen. Von einer im Vorfeld der Wahlen üblichen Verstärkung des Ordnungsschutzes ist keine Spur zu sehen.

    Das Wetter in Kirgistan ist für diese Zeit außerordentlich kühl. Am Freitag und am heutigen  Samstag  hat es in der Hauptstadt Bischkek geschneit.

    Ursprünglich hatten sich 83 Kandidaten zum Wahlrennen angemeldet. Auf den Wahlzetteln stehen 23 Namen von Politikern, die offiziell registriert wurden. Sieben von ihnen zogen allerdings später ihre Kandidaturen zurück. Ihre Namen müssen nun auf den Wahlzetteln von Mitgliedern der Wahlkommissionen gestrichen werden.

    Nach Ansicht von Beobachtern hat der Regierungschef Almasbek Atambajew die besseren Chancen, als Präsident gewählt zu werden. Als seine Hauptkonkurrenten gelten Kamtschybek Taschijew, Chef der Partei Ata-Schurt, und der ehemalige Parlamentschef Adachan Madumarow.
     
    Bei den Präsidentenwahlen handelt es sich um eine weitere Etappe der Legitimierung der Machtstrukturen nach dem Staatsstreich und dem Sturz von Präsident Bakijew im April vergangenen Jahres. Momentan agiert Rosa Otunbajewa, Präsidentin für die Übergangsperiode, als Staatschefin. Ihre Vollmachten laufen am 31. Dezember 2011 ab. Sie ist nicht berechtigt, erneut für das Präsidentenamt zu kandidieren.

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