09:06 21 November 2017
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    Sorge vor fremder Einmischung: Syriens Präsident rechnet mit russischer Unterstützung

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    Syriens Präsident Bashar al-Assad rechnet mit einer weiteren Unterstützung des politischen Kurses seiner Regierung durch Russland.

    Syriens Präsident Bashar al-Assad rechnet mit einer weiteren Unterstützung des politischen Kurses seiner Regierung durch Russland.


    „Wir setzen vor allem auf Russland als ein Land, mit dem uns von der Geschichte her feste Beziehungen verbinden. Die Rolle Russlands ist außerordentlich wichtig. Seit Anfang der Krise stehen wir in ständigem Kontakt mit der russischen Regierung. Wir haben unsere russischen Freunde über die Entwicklung der Ereignisse ausführlich informiert“, sagte Al-Assad in einem Fernsehinterview, das am Sonntagabend auf dem russischen Ersten Kanal ausgestrahlt werden soll.


    In Syrien dauern seit Mitte März Anti-Regierungs-Proteste an. Die meisten Mitglieder der Opposition bestehen auf dem Rücktritt von Präsident Assad. Sie werden in ihrer Forderung von den USA und der EU unterstützt, die bereits mehrere Wirtschaftssanktionen gegen Syrien verhängt haben.
    „Russland hat von der Gefahr einer militärischen beziehungsweise einer politischen Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens gewusst. Es hat auf dem internationalen Schauplatz eine wichtige Rolle gespielt, was sich durch das Veto ausdrückte, das Russland bei der entsprechenden Abstimmung im UN-Sicherheitsrat eingelegt hat“, so Al-Assad.


    „Daher setzen wir auf die Position Russlands und darauf, dass Russland Syrien nicht nur weiter unterstützen, sondern sich auch für die Stabilisierung der Situation in der Welt einsetzen wird“, ergänzte der syrische Präsident.


    Die Vetostaaten China und Russland hatten am 4. Oktober im UN-Sicherheitsrat den Resolutionsentwurf blockiert, der Sanktionen gegen Syrien vorsah, falls die syrischen Behörden die Protestaktionen der Opposition weiterhin unterdrücken sollten. Der vom Westen unterbreitete Dokumententwurf schloss die Möglichkeit einer militärischen Einmischung und der Wiederholung des „Libyen-Szenarios“ in Syrien nicht aus.
    Nach UN-Angaben sind in den zurückliegenden sieben Monaten bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Syrien mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Die syrischen Behörden sprechen von insgesamt 1500 Toten auf beiden Seiten, darunter von 1100 Angehörigen der Sicherheitskräfte.

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