05:19 21 November 2017
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    Russland plädiert für Waffenruhe im Gazastreifen

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    Russland fordert alle beteiligten Seiten auf, die Gewaltanwendung im Gazastreifen auszuschließen und sich streng an die Waffenstillstandvereinbarung zu halten, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung des russischen Außenministeriums.

    Russland fordert alle beteiligten Seiten auf, die Gewaltanwendung im Gazastreifen auszuschließen und sich streng an die Waffenstillstandvereinbarung zu halten, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung des russischen Außenministeriums.

    „Wir fordern alle einbezogenen Parteien auf, Zurückhaltung an den Tag zu legen und die Anwendung von Gewalt auszuschließen, deren Rückfälle nur denjenigen zustattenkommen, die nicht an der Herstellung von Frieden in der Region interessiert sind.

    Wir hoffen, dass die unter Vermittlung von Kairo erreichte Vereinbarung über den Waffenstillstand streng eingehalten wird“.

    In dem Dokument wird betont, dass Moskau die Ereignisse in Gaza und im Süden Israels mit tiefer Beunruhigung verfolge, weil im Ergebnis unschuldige Zivilisten leiden.

    „Eine weitere Runde der Konfrontation untergräbt die  Bemühungen des ‚Nahostquartetts’ der internationalen Vermittler, die in Übereinstimmung mit seiner New Yorker Erklärung vom 23. September aktiv unternommen werden und auf den Neustart der Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern gerichtet sind“.

    Die Situation um den Gazastreifen hat sich am 29. und 30. Oktober verschärft.
    Es kam zu gegenseitigen Bombenangriffen zwischen Kämpfern des Islamischen Dschihad und israelischen Truppen.

    Nach Medienberichten wurden gestern rund 40 Raketen und Minen gegen Israel abgefeuert. Ein Mensch kam dabei ums Leben. Mindestens fünf israelische Bürger erlitten Verletzungen.

    Bei einem Angriff der israelischen Luftwaffe auf den Gazastreifen sind neun Palästinenser, darunter Feldkommandeure des Islamischen Dschihad, getötet und 15 weitere verletzt werden.

    In der Nacht zum 30. Oktober wurde unter ägyptischer Vermittlung ein Waffenstillstand vereinbart, der aber schon nach kurzer Zeit gebrochen wurde.

    Die jüngsten Opfer sind die ersten nach dem am 18. Oktober geschlossenen Deal zum Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas, bei dem der vor  fünf Jahren verschleppte israelische Soldat Gilad Shalit freigelassen wurde. Im Gegenzug wurden 477 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen auf freien Fuß gesetzt. Nach den Deal-Bedingungen soll Israel in zwei Monaten weitere 550 Palästinenser freisetzen.

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