06:54 25 November 2017
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    Saif al-Islam, Sohn des ermordeten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi

    Chefankläger in Den Haag spricht von Schuldbeweisen gegen Gaddafis Sohn Saif al-Islam

    © RIA Novosti.
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    Der Staatsanwaltschaft des Internationalen Strafgerichtshofes (StGH) in Den Haag liegen stichhaltige Beweise dafür vor, dass Gaddafis Sohn Saif al-Islam an der Organisation von Angriffen auf Zivilbürger und an der Anwerbung von ausländischen Söldnern beteiligt war, meldet Reuters am Sonntag unter Berufung auf den Chefankläger Luis Moreno-Ocamo.

    Der Staatsanwaltschaft des  Internationalen Strafgerichtshofes (StGH) in Den Haag liegen stichhaltige Beweise dafür vor, dass Gaddafis Sohn Saif al-Islam an der Organisation von Angriffen auf Zivilbürger und an der Anwerbung von ausländischen Söldnern beteiligt war, meldet Reuters am Sonntag unter Berufung auf den Chefankläger Luis Moreno-Ocamo.

    Laut Moreno-Ocampo stehen der Anklagebehörde mehrere Zeugen im Fall der Mittäterschaft von Saif al-Islam zur Verfügung vor.

    Der Internationale Strafgerichtshof hatte im Juni den Haftbefehl gegen den ehemaligen libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi, dessen Sohn Saif al-Islam und den Ex-Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi erteilt. Nach Angaben von Reuters verhandelt Gaddafis Sohn derzeit über Mittelsmänner, die nicht namentlich genannt werden, mit dem StGH über die Möglichkeit für ihn, sich dem Gericht zu stellen.

    Wie Moreno-Ocampo früher geäußert hatte, kenne er den Aufenthaltsort von Saif al-Islam nicht. Gewisse Söldner sollen Saif al-Islam Zuflucht in einem afrikanischen Land angeboten haben, das nicht mit dem StGH zusammenarbeite. Es handle sich vermutlich um Simbabwe.

    Laut Medienberichten vom Freitag war Saif al-Islam, der laut Moreno-Ocampo seine Unschuld beteuert, höchstwahrscheinlich auf dem Weg von Niger in das benachbarte Land Mali.

    Wie der Nationale Übergangsrat (NTC) Libyens früher mitgeteilt hatte, war Saif al-Islam von Libyen nach Niger geflüchtet.

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