13:07 21 November 2017
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    Ehemalige russische Elite-Soldaten halfen Gaddafis Sohn bei Flucht - Ex-Bodyguard

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    Internationale Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime (985)
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    Saadi al-Gaddafi, Sohn des gestürzten und umgebrachten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, hat laut seinem Ex-Leibwächter Gary Peters mithilfe ehemaliger Elite-Soldaten aus Russland, Australien, Neuseeland und dem Irak nach Niger fliehen können.

    Saadi al-Gaddafi, Sohn des gestürzten und umgebrachten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, hat laut seinem Ex-Leibwächter Gary Peters mithilfe ehemaliger Elite-Soldaten aus Russland, Australien, Neuseeland und dem Irak nach Niger fliehen können.

    Wie Gary Peters der kanadischen Zeitung National post mitteilte, waren diese Soldaten, nachdem sie in ihren Ländern aus dem Militärdienst ausgeschieden waren, von einem Spezialtrupp in Libyen angeheuert worden. 

    Am 11. September haben sie Saadi nach Niger gebracht, erzählte Peters, selbst ehemaliger Soldat des australischen Heeres, weiter. Auf dem Rückweg sei der Konvoi, in dem nur die Sicherheitsleute waren, in einen Hinterhalt geraten. Er selbst sei dabei verletzt worden, so Peters. Nach seinen Worten wollte Saadi zuerst nach Mexiko oder Kanada fliehen. In diesen beiden Staaten habe er Guthaben.

    Er selbst wolle demnächst nach Niger reisen, um seinen Boss weiter zu schützen, sagte Peters. „Ich bin kein Politiker. Er (Saadi al-Gaddafi) ist mein Boss, Kunde und Freund.“

    In Libyen waren im Februar Proteste gegen den langjährigen Herrscher Muammar al-Gaddafi ausgebrochen, die dann in einen Krieg zwischen den Aufständischen und den Regierungstruppen auswuchsen. Bis Mitte Oktober konnten die Rebellen mit Hilfe der Nato das gesamte Land einschließlich der Hauptstadt Tripolis unter ihre Kontrolle bringen.

    Der gestützte Muammar al-Gaddafi, der seit August auf der Flucht war, war am 20. Oktober in seiner Heimatstadt Sirte von Rebellen gefasst und unter ungeklärten Umständen getötet worden.

    Gegen Saadi al-Gaddafi besteht ein internationaler Haftbefehl. Er steht im Verdacht, während seiner Amtszeit als Kapitän der libyschen Fußball-Nationalmannschaft illegal fremdes Vermögen in seinen Besitz gebracht zu haben und in Repressalien in Libyen verwickelt zu sein.

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