06:33 22 November 2017
SNA Radio
    Politik

    Nach Präsidentenwahl in Kirgistan: Massenproteste in südlichen Gebieten

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0

    Im Süden Kirgistans werden Proteste gegen die Ergebnisse der Präsidentenwahl vom Sonntag laut, aus der Premier Almasbek Atambajew laut vorläufigen Angaben als Sieger hervorgegangen ist, berichten einheimische Medien.

    Im Süden Kirgistans werden Proteste gegen die Ergebnisse der Präsidentenwahl vom Sonntag laut, aus der Premier Almasbek Atambajew laut vorläufigen Angaben als Sieger hervorgegangen ist, berichten einheimische Medien. 

    Laut der Agentur AKIpress haben zirka 200 Anhänger von Kamtschibek Taschijew, einem der drei Hauptanwärter auf den Präsidentenpoasten in Kirgistan, am Montag im Rayon Susak, Gebiet Dschalal-Abad, die Autostraße Bischkek - Osch gesperrt. Die Protestierenden forderten, die Wahlen für illegitim zu erklären und eine neue Abstimmung durchzuführen.

    Eine weitere Kundgebung fand auf dem zentralen Platz von Dschalal-Abad statt. Laut AKIpress haben die rund 300 Teilnehmer ihre Forderungen, darunter die nach Wiederholungswahlen, in schriftlicher Form an den Gouverneur der Region überbracht, damit er sie an die Führung des Landes weiter leitet.

    Die Teilnehmer einer Kundgebung in Osch haben ebenfalls eine Wiederholungswahl gefordert.

    Der ehemalige Zivilschutzminister und derzeitige Chef der nationalkonservativen Partei „Ata-Schurt“, Taschijew, hat am Montag angegeben, den Sieg von Almasbek Atambajew bei der Präsidentenwahl nicht anerkennen zu wollen.

    Er rief die Behörden dazu auf, die Wahlergebnisse für ungültig zu erklären. Widrigenfalls werde die Macht hart bestraft und die ganze Gewalt des kirgisischen Volkes zu spüren bekommen, warnte Taschijew.

    Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission erhielt der 55-jährige Premier und Sozialdemokrat Almasbek Atambajew nach Auszählung fast aller Wahlzettel (95,47 Prozent) 62,88 Prozent der Wählerstimmen. Ihm folgen der Chef der Partei „Geeintes Kirgistan“, Adachan Madumarow, mit 14,9 Prozent und Kamtschibek Taschijew mit 14,43 Prozent der Stimmen.

    An der Präsidentenwahl vom Sonntag haben insgesamt 16 Kandidaten teilgenommen. Für den Sieg im ersten Wahlgang muss ein Präsidentenkandidat mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen erhalten.


    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren