03:05 24 November 2017
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    Kirgisisches Volk wählt Einheit und Stabilität - Präsidentenwahlsieger Atambajew

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    Die Wähler Kirgistans haben am Sonntag laut Präsidentenwahlsieger und Premier Almasbek Atambajew für Einheit und Stabilität gestimmt. Das kirgisische Volk ist der Revolutionen müde geworden.

    Die Wähler Kirgistans haben am Sonntag laut Präsidentenwahlsieger und Premier Almasbek Atambajew für Einheit und Stabilität gestimmt. Das kirgisische Volk ist der Revolutionen müde geworden.

    „Das Volk sagte sein festes ‚Nein’ zu den Versuchen, die Gesellschaft in den Zustand der Instabilität und der Konfrontation zwischen Regionen zu bringen. Die gestrigen Wahlen werden zu dem ersten Schritt zu einer wahren Einheit des Landes. Ich habe am Wahlmarathon mit dem Hauptziel teilgenommen, das Volk Kirgistans zu konsolidieren“, äußerte Atambajew am Montag zu den Wahlergebnissen.

    Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission erhielt der 55-jährige Premier und Sozialdemokrat Almasbek Atambajew nach Auszählung fast aller Wahlzettel (95,47 Prozent) 62,88 Prozent der Wählerstimmen.

    Atambajew folgen der Chef der Partei „Geeintes Kirgistan“, Adahan Madumarow, mit 14,9 Prozent und Leiter der nationalkonservativen Partei Ata-Schurt, Kamtschibek Taschijew, mit 14,43 Prozent der Stimmen.

    Atambajew ist nach eigenen Worten bereit, mit seinen Rivalen im Wahlrennen, Madumarow und Taschijew, zusammenzuarbeiten: „Sie sind reale Politiker, in ihrer Umgebung gibt es aber Menschen, die diese zu unüberlegten Schritten bewegen. Ich denke, dass wir im Namen der Prosperität Kirgistans dennoch eine gemeinsame Sprache finden werden“.

    Atambajew zufolge will er eine Politik verfolgen, „die keinen Anlass für Revolutionen mehr gibt“. „Das Volk ist der Revolutionen müde geworden“, fügte er an.

    Die Präsidentenwahl am 30. Oktober ist zu einer wichtigen Etappe in der Legitimierung der Macht in Kirgistan nach dem Putsch von 2010 geworden. Kurmanbek Bakijew war 2005 infolge einer Tulpenrevolution in Kirgistan und dem Sturz des ersten kirgisischen Präsidenten Askar Akajew an die Macht gekommen, musste jedoch im April 2010 unter dem Druck der kirgisischen Opposition mit Rosa Otunbajewa an der Spitze aus der Republik fliehen und vom Präsidentenamt zurücktreten.