05:11 21 November 2017
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    Gaddafis Sohn Saif al-Islam: Ich werde mich nie Den Haag ergeben

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    Saif al-Islam, Sohn des ermordeten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, hat Meldungen dementiert, wonach er sich freiwillig dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag stellen will.

    Saif al-Islam, Sohn des ermordeten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, hat Meldungen dementiert, wonach er sich freiwillig dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag stellen will.

    "Ich werde mich nie ergeben", wurde Saif am Montag vom Internet-Portal El-Bowawa zitiert. Gaddafis Sohn rief seine Anhänger auf, Medienberichten über seine Bereitschaft, sich zu ergeben, nicht zu glauben. Er bekräftigte seine Treue zum früheren Versprechen, "den Vater nicht zu verraten, der sich nie ergeben und Omar al Mukhtar nie verraten hat". (Al Mukhtar leitete 1923-1931 den bewaffneten Kampf der Libyer gegen die Italiener - Anm. der Redaktion.) Saif zitierte auch seinen Vater mit den Worten: "Wir werden uns nie ergeben. Wir werden siegen oder sterben."

    "Ihr müsst eurer Führung glauben. Wir werden gemeinsam den Kampf beenden, den Omar al Mukhtar begonnen und Muammar el-Gaddafi fortgesetzt hat", sagte Saif.

    Am 26. Oktober hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass Saif al-Islam und der frühere libysche Aufklärungschef, Abdullah as-Senussi, unter Vermittlung eines Nachbarstaates sich dem Haager Gericht stellen wollen. Im September hatte die Interpol auf Antrag des Haager Gerichts Haftbefehl gegen Saif al-Islam erteilt.

    Kurz davor hatte Saif al-Islam arabischsprachigen Medien zufolge "zur Rache an den Rebellen" aufgerufen. „In diesem historischen Moment, in dem einige denken, dass alles beendet ist, sage ich: Das ist erst der Anfang“, wurde Saif al-Islam von einer arabischen Zeitung zitiert. Er drohte den „Verrätern“, er werde ihr Leben zur Hölle machen, und rief seine Anhänger zum weiteren „Kampf um das verlorene Libyen und die verlorene Würde“ auf. „Wir müssen die Mörder überall verfolgen und töten“.

    Saif al-Islam, der vor dem Libyen-Krieg als der wahrscheinlichste Nachfolger seines Vaters gegolten hatte, steht seit Juni wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf der internationalen Fahnungsliste. Gemeinsam mit seinem Vater war Saif al-Islam an der Verteidigung der Stadt Sirte beteiligt, konnte jedoch nach dem Einmarsch der Rebellen entkommen.

    Ein Anwalt des Strafgerichtshofs sagte vor der Presse, er wisse nicht, wo sich Saif jetzt aufhält. Einige Söldner (Gaddafis) hätten Saif vorgeschlagen, Unterschlupf in einem Land zu finden, das nicht mit dem Haager Gericht kooperiere. Vermutlich handelt es sich um Simbabwe.

    Am vergangenen Freitag war Saif Medienberichten zufolge von Niger nach Mali unterwegs gewesen. Zuvor hatte der provisorische Übergangsrat erklärt, Saif sei aus Libyen nach Niger geflüchtet.

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