19:31 22 November 2017
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    USA beginnen mit Realisierung neuer Afghanistan-Strategie

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    Die Administration von Barack Obama hat mit der Realisierung einer neuen Afghanistan-Strategie der USA begonnen, wonach die Amerikaner einen direkten Dialog mit den Taliban führen werden, schreibt die Washington Post.

    Die Administration von Barack Obama hat mit der Realisierung einer neuen Afghanistan-Strategie der USA begonnen, wonach die Amerikaner einen direkten Dialog mit den Taliban führen werden, schreibt die Washington Post.

    Laut der Zeitung rechnet das Weiße Haus damit, dass die Strategie in der Region unterstützt wird, damit das „politische Ende“ des Krieges in Afghanistan erzielt werden könnte.

    Die Elemente dieser Strategie sehen einen verstärkten militärischen Druck auf die Taliban-freundliche Haqqani-Gruppierung, die in den Bergen zu beiden Seiten der pakistanisch-afghanischen Grenze agiert, und gleichzeitig die Möglichkeit für einen direkten Dialog mit den Taliban vor.

    Wie die Zeitung weiter schreibt, wird eine wichtige Rolle Pakistan zugedacht, wo sich die Stützpunkte der Taliban-freundlichen Gruppierungen befinden, um sie in Verhandlungen einzubeziehen, an denen auch Vertreter der afghanischen Regierung teilnehmen würden.

    Bis in die jüngste Zeit hinein, so die Washington Post, bestand die Obama-Administration darauf, dass die substantiellen Verhandlungen lediglich zwischen der Karsai-Regierung und Taliban-Vertretern mit Unterstützung durch die USA und Pakistan geführt werden müssen.

    Die neue Strategie gibt nach Worten von Amtspersonen, auf die sich die Zeitung beruft, zu, dass die Verhandlungen unter direkter Beteiligung aller vier Seiten erfolgreicher sein und zu „sichtbaren vertrauensbildenden Maßnahmen“, inklusive der Feuereinstellung vor Ort und der Erörterung der Zukunft Afghanistans zwischen verschiedenen Gruppen in diesem Land, führen würden.

    „Die Strategie sieht auch tatkräftigere Bemühungen vor, die darauf gerichtet sind, um die mit Afghanistan im Konflikt stehenden Nachbarn zu überreden, eine politische Entscheidung zu unterstützen und Beitrag zu einer stabilen Wirtschaftsentwicklung zu leisten“, schreibt die Washington Post.

    „Wir haben Kontakte mit der Taliban-Bewegung und der Haqqani-Gruppierung zu dem Zweck gehabt, ihr Streben (nach Verhandlungen)und ihre Aufrichtigkeit zu klären. Derzeit versuchen wir - Afghanistan, Pakistan und die USA -, einen Prozess in die Wege zu leiten, der zur Aufnahme der wirklichen Verhandlungen führen würde“, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton Ende Oktober bei ihrem Pakistan-Besuch.

    Sie hob auch hervor, dass Washington und Islamabad zu gemeinsamen Handlungen bereit sind, die darauf gerichtet sind, die Extremisten in die Teilnahme am Prozess einer friedlichen Regelung in Afghanistan einwilligen zu lassen.

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