22:18 20 November 2017
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    Kirgistan: Premier Atambajew wieder am Ruder

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    Der Sieger der Präsidentenwahl in Kirgistan, Premier Almasbek Atambajew, wird nach der Veröffentlichung der offiziellen Wahlergebnisse aus seinem Urlaub zurückkehren und das Kabinett bis zum Amtsantritt als Präsident leiten.

    Der Sieger der Präsidentenwahl in Kirgistan, Premier Almasbek Atambajew, wird nach der Veröffentlichung der offiziellen Wahlergebnisse aus seinem Urlaub zurückkehren und das Kabinett bis zum Amtsantritt als Präsident leiten.

    Für die Zeit der Wahlkampagne musste Atambjew laut Gesetz auf Urlaub gehen.

    „Nach der Bekanntgabe der offiziellen Wahlergebnisse und bis zur Inauguration werde ich meiner Arbeit in der Regierung nachgehen, denn es gibt viele Fragen, die ihrer Lösung harren“, sagte Atambajew am Dienstag vor Journalisten.

     „Nach dem (Präsidenten-)Amtsantritt soll unbedingt eine neue Koalition gebildet werden, die die neue Regierung bilden wird“, so Atambajew. „Von nun an wird alles in der Republik in Übereinstimmung mit dem Gesetz ablaufen, die neue Koalition der Parlamentsmehrheit wird den Premier nominieren“, betonte er.

    Nach präzisierten Angaben der Zentralen Wahlkommission vom Dienstag erhielt der 55-jährige Premier und Leiter der Sozialdemokratischen Partei Kirgistans, Almasbek Atambajew, nach Auszählung von 99,96 Prozent der Wahlzettel 63,24 Prozent der Stimmen.

    Der Chef der Partei „Geeintes Kirgistan“, Adahan Madumarow, erhielt 14,79 Prozent und der ehemalige Zivilschutzminister und heute Leiter der nationalkonservativen Partei Ata-Schurt, Kamtschibek Taschijew, 14,33 Prozent.

    Das ist die erste Präsidentenwahl in Kirgistan nach dem Sturz von Präsident Bakijew im April 2010. An der Wahl vom Sonntag haben insgesamt 16 Kandidaten teilgenommen. Um im ersten Wahlgang zu siegen, muss ein Präsidentenkandidat laut Gesetz mehr als 50 Prozent der Wählerstimmen bekommen.

    Die Präsidentenwahl am 30. Oktober stellte eine wichtige Etappe in der Legitimierung der Macht in Kirgistan nach dem Putsch von 2010 dar. 2005 war Kurmanbek Bakijew infolge der sogenannten Tulpenrevolution in Kirgistan und dem Sturz des ersten kirgisischen Präsidenten Askar Akajew an die Macht gekommen, musste jedoch im April 2010 unter dem Druck der kirgisischen Opposition mit Rosa Otunbajewa an der Spitze aus der Republik fliehen und als Staatschef zurücktreten.

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