13:14 21 November 2017
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    Libyens neuer Regierungschef bekennt sich zu früheren Wirtschaftsverträgen mit Russland

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    Nationaler Übergangsrat Libyens findet international Anerkennung (108)
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    Die neue libysche Regierung wird laut dem neuen Ministerpräsidenten Abdulrahim al-Kib an allen unter Muammar al-Gaddafi geschlossenen Wirtschaftsverträgen festhalten.

    Die neue libysche Regierung wird laut dem neuen Ministerpräsidenten Abdulrahim al-Kib an allen unter Muammar al-Gaddafi geschlossenen Wirtschaftsverträgen festhalten.   

    „Wir respektieren alle Verträge mit Russland und anderen Staaten“, sagte Abdulrahim al-Kib in einem Interview mit der Zeitung „Moskowskije Nowosti“. „Auch erkennen wir alle früheren politischen Vereinbarungen an.“

    Dies gelte jedoch nicht, wenn festgestellt werde, dass es bei Vertragsabschluss Korruption oder illegale Geldtransfers gegeben habe, betonte der Regierungschef. Bei manchen der unter Gaddafi geschlossenen Verträge entfalle bis zur Hälfte der Vertragssumme auf Schmiergeld, so Abdulrahim al-Kib.

    In Libyen waren im Februar Proteste gegen den langjährigen Herrscher Muammar al-Gaddafi ausgebrochen, die dann in einen Krieg zwischen den Aufständischen und den Regierungstruppen auswuchsen. Bis Mitte Oktober konnten die Rebellen mit Hilfe der Nato das gesamte Land einschließlich der Hauptstadt Tripolis unter ihre Kontrolle bringen.

    Der gestützte Muammar al-Gaddafi, der seit August auf der Flucht war, war am 20. Oktober in seiner Heimatstadt Sirte von Rebellen gefasst und unter ungeklärten Umständen getötet worden. Die Macht übernahm der von den Rebellen aufgestellte Übergangsrat, der am gestrigen Montag den Universitätsdozenten Abdulrahim al-Kib zum vorläufigen Ministerpräsidenten wählte.

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