09:03 16 Dezember 2018
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    WTO-Beitritt gegen Gasrabatt: Ukraine setzt Russland unter Druck

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    Russlands WTO-Beitritt (177)
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    Die Ukraine, die seit Monaten von Russland einen niedrigeren Gaspreis zu erhandeln versucht, nutzt nun ihre Zustimmung für den russischen WTO-Beitritt als Druckmittel, um Moskau zum Einlenken zu drängen.

    Die Ukraine, die seit Monaten von Russland einen niedrigeren Gaspreis zu erhandeln versucht, nutzt nun ihre Zustimmung für den russischen WTO-Beitritt als Druckmittel, um Moskau zum Einlenken zu drängen.

    Dies gestand der ukrainische Vizepremier und Wirtschaftsminister Andrej Kljujew am Freitag ein. „Wir nutzen diese Frage bei den Verhandlungen mit Russland, was die Korrektur der Lieferbedingungen angeht“, so antwortete Kljujew am Freitag im ukrainischen Parlament auf die Frage, warum Kiew den von Russland angestrebten WTO-Beitritt nicht als Druckmittel einsetze.

    Kljuew zeigte sich zuversichtlich, dass Russland in eine „wesentliche Preismilderung“ einwilligen werde. „Ich versichere, der neue Preis wird viel niedriger sein.“ Die Preisverhandlungen könnten schon im November abgeschlossen worden.

    Derzeit zahlt die Ukraine Kljujew zufolge 414 US-Dollar für 1000 Kubikmeter russischen Erdgases. Wenn kein Kompromiss erzielt würde, würde der Preis schon im Januar auf 456 Dollar wachsen.

    Moskau verhandelt bereits seit 1993 über einen Beitritt zur Welthandelsorganisation. Russland ist die einzige bedeutende Volkswirtschaft, die noch nicht in der WTO vertreten ist. Bislang hat Georgien, das seit 2000 WTO-Mitglied ist, einen Beitritt Russlands blockiert. Am Mittwoch teilte russische WTO-Unterhändler Maxim Medwedkow mit, Russland habe eine Vereinbarung mit Georgien getroffen. Dadurch ist die letzte Hürde auf dem Weg Russlands in die WTO überwunden worden.

    Die Ukraine, die seit 2008 in der WTO ist, hatte bislang versprochen, den russischen Beitritt nicht zu behindern.

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