14:17 11 Dezember 2017
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    Arabische Außenminister besprechen in Kairo Zukunft Syriens

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Die vierte Sondersitzung der Außenminister der Arabischen Liga zur Syrien-Krise hat am Samstag ihre Arbeit im Hauptquartier der Organisation in Kairo aufgenommen, meldet ein RIA-Novosti-Korrespondent. Wie erwartet wird, soll in der Sitzung eine Entscheidung über das weitere Schicksal der arabischen Initiative zur Beilegung der Krise in Syrien getroffen werden, wo bereits seit acht Monaten die Konfrontation zwischen der Opposition und den Regierungskräften andauert.

    Die vierte Sondersitzung der Außenminister der Arabischen Liga zur Syrien-Krise hat am Samstag ihre Arbeit im Hauptquartier der Organisation in Kairo aufgenommen, meldet ein RIA-Novosti-Korrespondent.

    Wie erwartet wird, soll in der Sitzung eine Entscheidung über das weitere Schicksal der arabischen Initiative zur Beilegung der Krise in Syrien getroffen werden, wo bereits seit acht Monaten die Konfrontation zwischen der Opposition und den Regierungskräften andauert.

    Kurz vor dem Ministertreffen fanden Konsultationen im Rahmen der Sonderkommission für die Beilegung in Syrien, der Katar, Ägypten, Algerien, Sudan und Oman angehören, sowie mit anderen Mitgliedern der panarabischen Organisation statt. Aber bisher wurde keine einheitliche Position ausgearbeitet.

    Die Golfländer bestehen zum Beispiel auf einer Aussetzung der Mitgliedschaft von Damaskus in der Arabischen Liga, weil Syrien ihrer Meinung nach  seine Verpflichtungen im Rahmen des arabischen Regelungsplans verletze.

    Zugleich sind solche Länder wie der Libanon, Algerien, der Sudan und der Jemen kategorisch gegen einen Interimsausschluss Syriens aus der Arabischen Liga. Denn dies könnte ihrer Meinung nach zu einer Wiederholung des libyschen Szenarios führen.

    Vor zwei Wochen hat das offizielle Damaskus den Plan der Arabischen Liga zur Beilegung der Krise in Syrien angenommen.

    Wie erwartet wird, kann die Entscheidung über die Entsendung von Beobachtern der Arabischen Liga in syrische Städte, die vor Ort die Situation werden einschätzen müssen, zu einem Ergebnis des Treffens der arabischen Außenminister werden.

    Die syrischen Behörden behaupten, dass sie an den Vereinbarungen mit der Arabischen Liga festhalten und bereit seien, eine Delegation der panarabischen Organisation zu empfangen, damit sie vor Ort Einblick in die Situation nehmen könnte.

    Die syrischen Behörden garantierten allen Gegnern von Präsident Bashar al-Assad die Immunität, wenn sie in der nächsten Woche die Waffen freiwillig strecken.

    Die Protestbewegung in Syrien hatte Mitte März in Deraa begonnen und dann auf weitere Regionen übergegriffen. Bei den blutigen Krawallen sind nach UN-Angaben 2600 Menschen ums Leben gekommen. Die syrischen Behörden hingegen sprechen von 1400 Toten auf beiden Seiten. Die Opposition fordert den Rücktritt von Präsident Bashar al-Assad und einen politischen Wandel. Inzwischen haben die USA und die Europäische Union Assad zum Rücktritt aufgefordert.

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